Rheinmetall Aktie: Schiffbau-Deal vollendet
Rheinmetall hat die Übernahme von Naval Vessels Lürssen (NVL) zum 1. März 2026 offiziell abgeschlossen. Der Düsseldorfer Konzern erweitert damit sein Portfolio um vier norddeutsche Werften und rund 2.100 Mitarbeiter. Der strategische Coup verwandelt den Rüstungsspezialisten in einen Vollsortimenter für militärische Systeme – zu Land, in der Luft, im Weltraum und nun auch zu Wasser. In acht Tagen folgen die Jahreszahlen 2025.
Vier Werften, eine neue Division
Mit NVL übernimmt Rheinmetall traditionsreiche Namen wie Blohm+Voss in Hamburg und die Peene-Werft in Wolgast. Hinzu kommen die Norderwerft in Hamburg sowie die Neue Jadewerft in Wilhelmshaven. Die vier Standorte werden in der neu geschaffenen Division "Naval Systems" unter Führung des bisherigen NVL-Chefs Tim Wagner gebündelt.
NVL erzielte 2025 einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von etwa zehn Prozent. Die EU-Kommission genehmigte die Transaktion im Februar ohne Auflagen. Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.
Verkäuferin ist die Bremer Werftengruppe Lürssen, die sich künftig ausschließlich auf den zivilen Yachtbau konzentriert.
Vom Zulieferer zum Generalunternehmer
Der Deal verändert Rheinmetalls Rolle im Marineschiffbau fundamental. Bisher lieferte der Konzern Elektronik und Bewaffnung für Kriegsschiffe. Jetzt kann er als Generalunternehmer komplette Korvetten und Fregatten anbieten. Das Management beziffert das erschlossene Auftragspotenzial auf 20 bis 30 Milliarden Euro.
Die Integration der Werften mit den bestehenden Kompetenzzentren für Sensorik in Kiel und Flensburg soll Synergien freisetzen. Besonderes Augenmerk liegt auf unbemannten maritimen Systemen – einem schnell wachsenden Segment.
Starke operative Basis
Nach neun Monaten 2025 wies Rheinmetall ein operatives Ergebnis von 835 Millionen Euro aus – ein Plus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Auftragsbestand erreichte 64 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr 2026 peilt der Vorstand Umsätze zwischen 15 und 16 Milliarden Euro an, inklusive 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro aus NVL. Die operative Marge soll bei 18 bis 20 Prozent liegen.
Zum 1. Januar 2026 vollzog Rheinmetall bereits eine weitere Umstrukturierung: Die Sparte "Electronic Solutions" wurde in "Air Defence" und "Digital" aufgeteilt. Das US-Geschäft firmiert nun unter "Vehicle Systems North America".
Bewährungsprobe steht bevor
Die Aktie notiert aktuell bei 1.587 Euro und damit rund 20 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro. In den vergangenen 30 Tagen gab der Kurs um etwa acht Prozent nach. Der Rücksetzer erfolgt trotz der strategischen Fortschritte und könnte auf Gewinnmitnahmen sowie Vorsicht vor den anstehenden Zahlen zurückzuführen sein.
Am 11. März 2026 veröffentlicht Rheinmetall den Jahresbericht 2025 und gibt den detaillierten Ausblick für 2026. Dieser Termin dürfte zeigen, ob die ambitionierte Wachstumsstory durch konkrete Zahlen untermauert wird.
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