Rheinmetall Aktie: Rückschlag beim Drohnen-Projekt
Rheinmetall muss in Berlin unerwartet Federn lassen. Der Haushaltsausschuss des Bundestages setzte den Rotstift beim geplanten Programm für Kamikaze-Drohnen an und stutzte das Gesamtbudget massiv zusammen. Für den Rüstungskonzern bedeutet dies weniger Planungssicherheit als erhofft, was sich prompt im Aktienkurs niederschlägt.
Parlamentarische Hürden bremsen Fantasie
Die Entscheidung aus Berlin wiegt schwer: Statt der vom Verteidigungsministerium beantragten 4,4 Milliarden Euro bewilligte der Haushaltsausschuss lediglich ein Budget von zwei Milliarden Euro für das Drohnenprogramm. Diese drastische Kürzung hat direkte Folgen für Rheinmetall. Zwar soll der Konzern voraussichtlich im April als dritter Lieferant in das Projekt aufgenommen werden, doch die Rahmenbedingungen haben sich verschlechtert.
Das erwartete Auftragsvolumen von rund 269 Millionen Euro steht zudem unter einem strikten parlamentarischen Vorbehalt. Ein sogenannter Maßgabebeschluss verhindert automatische Mittelaufstockungen; jede weitere Auszahlungstranche muss erneut genehmigt werden. Diese bürokratischen Hürden drückten heute auf die Stimmung der Anleger. Die Aktie verlor im Tagesverlauf 3,22 Prozent und notiert nun bei 1.592,00 Euro. Damit setzt sich der negative Trend der letzten Woche fort.
Lichtblick aus dem Norden
Während es in Berlin hakt, meldet die Düsseldorfer Waffenschmiede operative Erfolge im Exportgeschäft. Unabhängig von den Haushaltsdebatten sicherte sich die Konzerntochter Rheinmetall Mobile Systeme einen Auftrag aus Dänemark. Der NATO-Partner orderte fünf mobile Feldhospitäler, darunter drei Einheiten der Basis-Kategorie und zwei erweiterte Versionen.
Das Auftragsvolumen bewegt sich im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Dieser Abschluss verdeutlicht, dass Rheinmetall abseits der reinen Waffensysteme auch im Bereich der militärischen Sanitätsinfrastruktur wächst und seine Einnahmequellen diversifiziert.
Blick auf die Bilanz
Trotz des Erfolgs in Dänemark dominieren kurzfristig die Sorgen um die deutsche Haushaltsdisziplin das Marktgeschehen. Der Kursrutsch unter die Marke von 1.600 Euro zeigt, dass der Markt sensibel auf politische Störfeuer reagiert. Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich nun auf den 11. März: An diesem Tag wird Rheinmetall seine Jahreszahlen vorlegen und im Rahmen der Analystenkonferenz detaillierte Einblicke in die weitere Auftragsentwicklung geben.
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