Rheinmetall Aktie: Kriegsschiffe im Visier
Rheinmetall wird zum Komplettanbieter für Kriegsschiffe. Die Integration von Naval Vessels Lürssen macht den Düsseldorfer Konzern erstmals zum Generalunternehmer für Fregatten und Korvetten – ein fundamentaler strategischer Wandel. Während der Auftragsbestand auf 64 Milliarden Euro klettert, notiert die Aktie 20 Prozent unter ihrem Höchststand. Am 11. März folgen die Jahreszahlen.
Vom Zulieferer zum Systemhaus
Mit der am 1. März finalisierten NVL-Übernahme positioniert sich Rheinmetall neu. Vier Werften – darunter die traditionsreiche Blohm+Voss in Hamburg und die Peene-Werft in Wolgast – gehen an den Konzern. 2.100 Mitarbeiter wechseln in die neu geschaffene Sparte „Naval Systems".
Die strategische Bedeutung liegt auf der Hand: Rheinmetall kann nun komplette Kriegsschiffe ausliefern, statt nur elektronische Systeme beizusteuern. Der Konzern spricht von Zugang zu Aufträgen zwischen 20 und 30 Milliarden Euro. NVL soll 2026 bereits 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro zum Konzernumsatz beisteuern.
Parallel sicherte sich Rheinmetall 51 Prozent am kroatischen Robotik-Spezialisten DOK-ING. Das Unternehmen entwickelt schwere unbemannte Bodenfahrzeuge zur Minenräumung. Die Transaktion steht noch unter behördlichem Vorbehalt.
Markt reagiert verhalten
Die Aktie verlor am Tag der NVL-Finalisierung 3,5 Prozent auf 1.587,50 Euro. Eine klassische Sell-the-News-Reaktion, da die Übernahme seit September 2025 bekannt war. Aktuell notiert der Titel bei 1.592,50 Euro – rund 20 Prozent unter dem September-Hoch von 1.995 Euro.
Der Druck entstand nicht durch fehlende Aufträge, sondern durch gedämpfte Erwartungen. In einem Pre-Call mit Analysten signalisierte das Management für 2026 Umsätze von rund 13,6 Milliarden Euro (ohne NVL). Der Markt hatte teilweise über 14 Milliarden Euro erwartet.
Was die Zahlen zeigen werden
Für 2025 bestätigt Rheinmetall weiterhin ein Umsatzwachstum von 30 bis 35 Prozent bei einer operativen Marge zwischen 18,5 und 19 Prozent. Die Cash Conversion soll deutlich über 40 Prozent liegen.
2026 visiert der Konzern 15 bis 16 Milliarden Euro Erlöse an. Die EBIT-Marge soll zwischen 18 und 20 Prozent liegen. Analysten erwarten einen weiteren Ausbau des Auftragsbestands, getrieben durch deutsche Verteidigungsaufträge in der ersten Jahreshälfte.
Die Jahreszahlen am 11. März werden zeigen, wie konkret das Management die NVL-Synergien beziffert. Zudem dürfte das Unternehmen Stellung zum reduzierten Budget im Drohnengeschäft nehmen müssen.
Am 11. März folgt mit der Bilanzvorlage der nächste Lackmustest. Entscheidend wird sein, ob Rheinmetall die versprochenen Synergien aus der NVL-Integration quantifizieren kann – und wie es die weitere Entwicklung im geopolitisch weiterhin angespannten Umfeld einordnet.
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