Der Düsseldorfer Rüstungskonzern hat einen historischen Meilenstein erreicht und die Übernahme der Lürssen-Marinesparte NVL offiziell abgeschlossen. Mit einem Schlag wächst das Unternehmen um vier deutsche Werften und positioniert sich als vollständiger Ausrüster für alle militärischen Dimensionen. Gleichzeitig versüßt das Management den Investoren die tiefgreifende Umstrukturierung mit einer unerwartet hohen Gewinnausschüttung.

Seit Anfang des Jahres gliedert sich der Konzern in fünf Divisionen. Das sichtbarste Element dieser Neuaufstellung ist die nun zum 1. März vollzogene Integration von Naval Vessels Lürssen. Unter dem neuen Bereich „Naval Systems“ bündelt das Unternehmen ab sofort den Überwasserschiffbau, inklusive 2.000 Fachkräften und einem Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro. Der Fokus liegt dabei auf unbemannten Systemen sowie dem Bau der Fregatte F126 für die Bundeswehr. Das Ziel ist ambitioniert: Bis 2030 soll die neue Marinesparte jährlich um 30 Prozent wachsen und einen Umsatz von fünf Milliarden Euro beisteuern. Die ungeliebte Autozuliefersparte soll hingegen bis spätestens zum dritten Quartal endgültig verkauft werden.

Starkes operatives Geschäft federt Umsatzdelle ab

Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen für 2025 zeigt ein grundsolides Bild. Zwar verfehlte das Umsatzwachstum mit einem Plus von 29 Prozent auf 9,94 Milliarden Euro die eigenen Zielvorgaben knapp. Diese leichte Verzögerung erklären die Düsseldorfer unter anderem mit dem gestaffelten Hochlauf der neuen Munitionsfabrik in Unterlüß. Auf der Ertragsseite glänzte der Konzern dafür mit einem um ein Drittel gestiegenen operativen Ergebnis von 1,84 Milliarden Euro.

Die stark verbesserte Bilanzqualität – aus Nettoschulden wurde eine Netto-Finanzposition von 369 Millionen Euro – ermöglicht nun eine großzügige Ausschüttung. Aktionäre sollen eine Dividende von 11,50 Euro je Anteilsschein erhalten, was die Analystenschätzungen von 10,54 Euro deutlich übertrifft. Am Aktienmarkt arbeitet sich das Papier bei einem aktuellen Kurs von rund 1.609 Euro nach der jüngsten Stabilisierung langsam wieder an die wichtige 200-Tage-Linie heran, die derzeit bei knapp 1.720 Euro verläuft.

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Volle Auftragsbücher als Fundament

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 legt das Management die Messlatte noch ein Stück höher. Der Umsatz soll um 40 bis 45 Prozent auf bis zu 14,5 Milliarden Euro klettern, flankiert von einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Das Fundament dafür bildet ein massiv gewachsenes Order-Backlog von fast 64 Milliarden Euro, das sich durch europäische Aufrüstungsprogramme bis Ende 2026 sogar verdoppeln soll.

Am 7. Mai präsentiert der Konzern die Zahlen für das erste Quartal. Dieser Termin markiert den nächsten fundamentalen Prüfstein: Ein operativ starker Jahresauftakt ist zwingend erforderlich, um letzte Zweifel an der ambitionierten Umsatzprognose auszuräumen und den angepeilten Wachstumskurs der neuen Konzernstruktur mit harten Zahlen zu untermauern.

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