Rekordumsatz, Rekordauftragsbestand, nahezu verdoppelter Reingewinn — und trotzdem Kursverluste. Genau das erlebten RENK-Aktionäre Anfang März, als das Unternehmen seine Jahresergebnisse für 2025 präsentierte. Der Grund lag in einer einzigen Zahl: Die EBIT-Prognose für 2026 verfehlte den Analystenkonsens um rund 2 %.

Operativ stark, aber die Erwartungen sind hoch

Die Zahlen selbst lassen kaum Wünsche offen. Der Umsatz wuchs 2025 um knapp 20 % auf 1,4 Milliarden Euro, das bereinigte EBIT stieg um 22 % auf 230 Millionen Euro. Besonders bemerkenswert: Der Nettogewinn kletterte auf 101,3 Millionen Euro — fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Das Segment Vehicle Mobility Solutions legte mit einem Umsatzplus von 24,8 % auf 872 Millionen Euro am stärksten zu. Hinzu kommt der erste Ersatzteilvertrag mit dem ukrainischen Verteidigungsministerium, der im vierten Quartal unterzeichnet wurde.

Der Auftragsbestand erreichte zum Jahresende einen neuen Höchststand von 6,68 Milliarden Euro — nach 4,96 Milliarden Ende 2024. Das Book-to-Bill-Verhältnis lag bei 1,2x, was bedeutet: RENK gewinnt deutlich mehr Aufträge, als es ausliefert.

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Warum der Markt trotzdem zögert

Die verhaltene Kursreaktion erklärt sich mit verschobenen Erwartungen. Aufträge im Volumen von rund 200 Millionen Euro, die ursprünglich 2025 abgeschlossen werden sollten, rutschten ins erste Halbjahr 2026 — ein typisches Muster bei komplexen Rüstungsbeschaffungen, aber einer, der die kurzfristige Ergebniserwartung trübt. Der Mittelpunkt der EBIT-Guidance für 2026 von rund 270 Millionen Euro (Gesamtspanne: 255 bis 285 Millionen Euro) lag damit knapp unter dem, was Analysten erwartet hatten.

Derzeit notiert die Aktie bei 54,54 Euro und damit rund 13 % unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts — ein Zeichen, dass der Markt die Verschiebungen noch nicht vollständig eingepreist hat.

Dividende steigt, Kurs auf 2030

Für Aktionäre gibt es dennoch Konkretes: Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung am 10. Juni 2026 eine Dividende von 0,58 Euro je Aktie vor — ein Anstieg von 38 % gegenüber dem Vorjahr. Strategisch steuert RENK konsequent auf einen Verteidigungsanteil von 90 % am Gesamtumsatz bis 2030 zu, gestützt von steigenden europäischen Rüstungsbudgets.

Am 6. Mai 2026 legt das Unternehmen seinen nächsten Quartalsbericht vor. Dann zeigt sich, wie schnell sich der Rekordauftragsbestand in Umsatz und Cashflow verwandelt — und ob die verschobenen Aufträge tatsächlich planmäßig im ersten Halbjahr landen.

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