Ein verdoppelter Nettogewinn und prall gefüllte Auftragsbücher sollten an der Börse eigentlich für Jubel sorgen. Beim Augsburger Rüstungszulieferer RENK führte die Präsentation der Rekordbilanz für 2025 stattdessen zu Ernüchterung. Der Grund liegt in einer unerwartet vorsichtigen Gewinnprognose für das laufende Jahr, die Anleger auf die Bremse treten lässt.

Operativ lief es im abgelaufenen Jahr hervorragend. Der Umsatz kletterte um knapp 20 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Gleichzeitig stieg das bereinigte EBIT auf 230 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen mit 101,3 Millionen Euro fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Besonders die Sparte für Fahrzeugmobilität trieb das Wachstum an. Aktionäre profitieren von dieser Entwicklung durch eine um 38 Prozent auf 0,58 Euro angehobene Dividende.

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Der Haken an der Prognose

Die Skepsis der Investoren entzündet sich am Ausblick für 2026. Das Management peilt ein bereinigtes EBIT zwischen 255 und 285 Millionen Euro an. Der Mittelwert von 270 Millionen Euro verfehlte die Konsenserwartungen der Analysten knapp. Verantwortlich für diese Lücke sind vor allem zeitliche Projektverschiebungen. Konkret rutschten Aufträge im Volumen von rund 200 Millionen Euro in das erste Halbjahr 2026.

Zusätzlich drückt ein politischer Unsicherheitsfaktor auf die Stimmung. Im aktuellen Ausblick sind bis zu 100 Millionen Euro Umsatz eingeplant, die noch von ausstehenden Exportgenehmigungen nach Israel abhängen. Solche regulatorischen Hürden preist der Markt in volatilen Zeiten ungern ein. Das spiegelt sich im Chartbild wider: Mit einem Freitagsschlusskurs von 54,54 Euro notiert das Papier aktuell rund 38 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.

Strategie und nächster Meilenstein

Langfristig arbeitet das Unternehmen an einer breiteren geografischen Aufstellung. Bis 2030 fließen 150 Millionen US-Dollar in einen US-Standort in Michigan, um die Abhängigkeit vom europäischen Markt zu verringern. Das Fundament dafür bildet der historisch hohe Auftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Am 6. Mai präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Spätestens dann muss das Unternehmen belegen, dass die verschobenen Aufträge wie angekündigt verbucht wurden und die Nordamerika-Expansion nach Plan verläuft.

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