Der Augsburger Antriebsspezialist Renk geht unmittelbar vor der Veröffentlichung der Jahreszahlen in die Offensive. Mit einer Reihe von Investoren-Roadshows in Südeuropa und einem entscheidenden Analystengespräch sucht das Management den direkten Dialog mit dem Kapitalmarkt. Angesichts der jüngsten Kurskorrektur von fast 7 Prozent auf Wochensicht warten Anleger auf Bestätigung, dass die Wachstumsstory im Rüstungssektor intakt bleibt.

Der Fahrplan für die kommenden Tage:

  • Dienstag, 3. Februar: Roadshow in Madrid (Oddo BHF)
  • Mittwoch, 4. Februar: Roadshow in Mailand (UniCredit/Kepler Cheuvreux)
  • Donnerstag, 5. Februar: Pre-Close Call und DZ Bank Defense Day in Frankfurt

Letzte Chance zur Abstimmung

Der Pre-Close Call am kommenden Donnerstag markiert einen strategisch wichtigen Zeitpunkt. Es ist die letzte Gelegenheit für den Vorstand, vor der gesetzlich vorgeschriebenen "Quiet Period" mit Analysten zu sprechen. In dieser Phase werden üblicherweise Modellierungsfragen geklärt und Markterwartungen feinjustiert, bevor das Unternehmen bis zur offiziellen Zahlenvorlage schweigen muss.

Für den Aktienkurs, der aktuell bei 53,45 Euro notiert, könnten Impulse aus diesen Gesprächen entscheidend sein. Das Papier hat seit Jahresanfang rund 3 Prozent eingebüßt und handelt deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 56,72 Euro. Investoren erhoffen sich von den Terminen Hinweise darauf, wie effizient der rekordverdächtige Auftragsbestand abgearbeitet wird.

Diskrepanz zwischen Börse und Bilanz

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Fundamental zeigen die Daten ein anderes Bild als der zuletzt schwächelnde Kursverlauf. Die im November bestätigte Prognose für das Geschäftsjahr 2025 stellt einen Umsatz von über 1,3 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 210 und 235 Mio. Euro in Aussicht.

Besonders das Segment "Vehicle Mobility Solutions" erwies sich zuletzt als Wachstumsmotor mit einem Zuwachs beim Auftragseingang von 65 Prozent in den ersten neun Monaten. Um diese Nachfrage zu bedienen, nahm Renk bereits im September 2025 am Standort Augsburg ein neues modulares Produktionskonzept in Betrieb. Der Markt scheint diese operativen Fortschritte angesichts des Abstands von fast 40 Prozent zum 52-Wochen-Hoch derzeit jedoch skeptisch zu bewerten.

Der Blick auf den März

Die Roadshows in dieser Woche dienen als Vorbereitung auf den 5. März 2026. Dann legt Renk den vollständigen Geschäftsbericht für 2025 vor. Im Fokus der Analysten wird dabei nicht nur das reine Umsatzwachstum stehen, sondern vor allem die Margenentwicklung im Defense-Geschäft und die Fähigkeit des Unternehmens, die geopolitische Nachfrage in profitable Erträge umzuwandeln. Bis dahin dürfte die Volatilität, die auf 30-Tage-Sicht bei rund 49 Prozent liegt, erhöht bleiben.

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