Renk Group Aktie: US-Deal und Investitionsoffensive
Trotz operativer Erfolge befindet sich die Aktie der Renk Group weiterhin in einer ausgeprägten Korrekturphase. Während der Augsburger Antriebsspezialist mit einem neuen Auftrag der US-Armee und einem umfangreichen Investitionspaket für den Standort Deutschland punktet, spiegelt der Aktienkurs diese Zuversicht noch nicht wider. Anleger blicken nun gespannt auf die kommende Woche, in der erste Indikationen zum abgelaufenen Geschäftsjahr erwartet werden.
- US-Auftrag: Fünfjahresvertrag mit bis zu 75,5 Millionen Dollar Volumen.
- Investition: 325 Millionen Euro bis 2028 für deutsche Standorte.
- Kursentwicklung: Aktie notiert rund 39 % unter dem 52-Wochen-Hoch.
- Wichtiger Termin: Pre-Close Call am 5. Februar 2026.
Ausbau der Marktposition in den USA
Die US-Tochter Renk America konnte ihre Stellung als Zulieferer für das amerikanische Verteidigungsministerium festigen. Der Mitte Januar bekanntgegebene Vertrag mit der U.S. Army läuft über fünf Jahre und umfasst ein potenzielles Gesamtvolumen von bis zu 75,5 Millionen US-Dollar. Vereinbart wurde eine Kosten-plus-Festhonorar-Struktur, die das finanzielle Risiko für Renk begrenzt.
Dieser Auftrag bestätigt die Relevanz der US-amerikanischen Fertigungs- und Serviceinfrastruktur des Unternehmens. Renk liefert hierbei essenzielle Getriebe-, Motor- und Powerpack-Lösungen für Kampffahrzeuge, was die strategische Bedeutung des Nordamerika-Geschäfts unterstreicht.
Strategische Weichenstellung in Deutschland
Parallel zur Expansion in den USA bekennt sich der Konzern deutlich zum Heimatmarkt. Im Rahmen der Initiative „Made for Germany“ kündigte Renk Investitionen von bis zu 325 Millionen Euro bis zum Jahr 2028 an. Diese Mittel fließen primär in drei strategische Kernbereiche:
- Digitalisierung: Fokus auf Drive-by-Wire-Technologien für autonome Fahrzeuge sowie vorausschauende Wartungssysteme.
- Innovation: Markteinführung neuer Getriebesysteme, darunter das HSWL 076 für leichte Kettenfahrzeuge und das HSWL 406 für schwere Plattformen.
- Kapazität: Ausbau der Produktion in Augsburg und Rheine, um die steigende Nachfrage bedienen zu können.
Chartbild bleibt angespannt
Trotz dieser fundamentalen Fortschritte steht die Aktie an der Börse unter Druck. Mit einem Schlusskurs von 54,28 Euro notiert das Papier deutlich unter den gleitenden Durchschnitten der letzten 50 und 200 Tage. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025 beträgt mittlerweile knapp 39 Prozent. Marktbeobachter sehen hier eine Konsolidierung nach der starken Rallye der vorangegangenen zwölf Monate, in denen sich der Kurs mehr als verdoppelte.
Blick auf die Zahlen
Für kurzfristige Impulse dürfte der Finanzkalender sorgen. Nach Roadshows in Madrid und Mailand Anfang Februar richtet sich der Fokus der Marktteilnehmer auf den 5. Februar 2026. An diesem Donnerstag findet der Pre-Close Call zum Geschäftsjahr 2025 statt. Hier werden erste konkrete Indikationen zur Geschäftsentwicklung erwartet, bevor am 5. März die endgültigen Jahreszahlen folgen. Sollten die Aussagen des Managements die Wachstumsperspektiven untermauern, könnte dies den nötigen Boden für eine Stabilisierung des Aktienkurses bereiten.
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