Redcare Pharmacy Aktie: Unterschätzt
Die Redcare Pharmacy Aktie geriet gestern massiv unter Druck – ohne eigenes Verschulden. Auslöser war der Kurseinbruch beim Schweizer Wettbewerber DocMorris, der mit enttäuschenden Zahlen zum E-Rezept aufwartete. Analysten sehen Redcare jedoch klar im Vorteil.
DocMorris zieht den Sektor mit
DocMorris präsentierte am Dienstag vorläufige Zahlen für 2025, die bei Anlegern für Ernüchterung sorgten. Das Wachstum bei elektronischen Rezepten (E-Rx) blieb hinter den Erwartungen zurück, das vierte Quartal verlief durchwachsen. Die Aktie brach daraufhin ein und notierte im Januar zwischen 6,13 und 6,50 CHF.
Die Reaktion an den Märkten war eindeutig: Investoren warfen beide Online-Apotheken in einen Topf. Redcare rutschte gefährlich nahe an das 52-Wochen-Tief von rund 59,45 Euro heran – obwohl das operative Geschäft des Unternehmens deutlich robuster läuft als das des Schweizer Konkurrenten.
Skalenvorteile als Schutzschild
Barclays-Analystin Sarah Roberts stellte am 20. Januar klar: Redcare und DocMorris spielen nicht in derselben Liga. Sie bestätigte ihre „Overweight"-Einstufung und verwies auf die überlegenen Skaleneffekte sowie die solide Bilanz von Redcare. Während DocMorris im Rx-Segment schwächelt, sei Redcare besser für die aktuellen Marktturbulenzen gewappnet.
Die Zahlen untermauern diese Einschätzung:
- DocMorris: Umsatzwachstum 11,1% auf 1,19 Mrd. CHF (2025)
- Redcare: Umsatzwachstum rund 24% auf 2,9 Mrd. EUR (2025)
Hinzu kommen Sorgen um die Liquidität bei DocMorris. Die Zürcher Kantonalbank äußerte kürzlich Bedenken hinsichtlich des Finanzierungsbedarfs bis Ende 2027. Bei Redcare hingegen gibt es keine vergleichbaren Fragezeichen – ein Stabilitätsvorteil, den der Markt am Dienstag ignorierte.
Insider bleiben an Bord
Dass Unternehmensinsider rund 13,5% der Anteile halten, deutet auf Vertrauen in die langfristige Entwicklung hin. Mit einer Marktkapitalisierung von etwa 1,31 Mrd. Euro Mitte Januar 2026 stufen wachstumsorientierte Analysten die Bewertung als attraktiv ein – zumal Konsensschätzungen von einem jährlichen Gewinnwachstum von über 60% ausgehen.
Entscheidend wird nun sein, ob Redcare bei den detaillierten Geschäftszahlen nachweisen kann, dass das eigene Rx-Geschäft vom DocMorris-Szenario entkoppelt bleibt. Die technische Unterstützung bei 60 Euro steht im Fokus: Ein Bruch könnte weiteren Verkaufsdruck auslösen. Hält die Marke, dürfte die Barclays-Einschätzung an Zugkraft gewinnen.
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