Redcare Pharmacy Aktie: Digitale Klarheit
Die Einführung des E-Rezepts in Deutschland war für Online-Apotheken lange von Unsicherheit geprägt. Jetzt kommt für Redcare Pharmacy ein wichtiger Baustein hinzu: Die zuständige Digitalagentur gematik konkretisiert, wie die Patientenauthentifizierung künftig aussehen soll. Für das Geschäftsmodell der früheren Shop Apotheke ist das ein klares Signal, dass der digitale Rezeptprozess grundsätzlich erhalten bleibt.
Neues Verifizierungsmodul PoPP
Gestern wurden die Entwürfe für das neue Modul „Proof of Patient Presence“ (PoPP) veröffentlicht und für Kommentare der Marktteilnehmer freigegeben. Dieses Modul soll perspektivisch das bisherige CardLink-Verfahren zur Identifizierung von Patienten bei der Fern-Einlösung von E-Rezepten ablösen.
Wesentlich: Die Entwürfe bestätigen, dass die Einlösung von E-Rezepten über die Redcare-App in Deutschland auch künftig als durchgängig digitaler Prozess möglich bleibt. Der offizielle Start des neuen Systems ist für Ende 2026 geplant. Gleichzeitig läuft die bestehende CardLink-Lizenz von Redcare noch bis zum 31. Januar 2027, sodass ein langer Übergangszeitraum vorgesehen ist.
Stakeholder können bis zum 9. Februar 2026 Stellung zu den Entwürfen nehmen. Mit finalen Spezifikationen rechnet gematik im ersten Quartal 2026. Damit erhalten Branchenakteure frühzeitig Planungssicherheit für technische Anpassungen.
Bedeutung für Markt und Wettbewerb
Der Schritt kommt in einer Phase, in der der europäische Online-Apothekenmarkt weiter wächst – getrieben vor allem vom Wunsch nach mehr Komfort und digitalen Lösungen. Deutschland spielt dabei als größter Apothekenmarkt Europas eine zentrale Rolle. Die flächendeckende Nutzung von E-Rezepten ist ein wichtiger Hebel für weitere Marktanteilsgewinne im Versandhandel.
Gleichzeitig zieht der Wettbewerb an. Zuletzt wurden Berichte bekannt, dass die Drogeriekette Rossmann eine eigene Online-Apotheke starten will. Für etablierte Player wie Redcare bedeutet das: Der Markt wird größer, aber auch umkämpfter. Der jetzige PoPP-Entwurf gibt in diesem Umfeld zumindest regulatorische Klarheit auf der Technologie-Seite.
Aktie unter Druck, Termine im Fokus
An der Börse spiegelt sich die jüngste Unsicherheit: Die Aktie schloss gestern bei 58,85 Euro und liegt damit rund 52 Prozent unter dem Niveau von vor zwölf Monaten sowie deutlich unter dem 52‑Wochen-Hoch von 138,40 Euro.
Für Investoren rücken nun mehrere Termine in den Kalender:
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- März 2026: Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2025
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- April 2026: Hauptversammlung
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- Mai 2026: Quartalsmitteilung Q1 2026
Diese Daten werden zeigen, wie Redcare den regulatorischen Rückenwind beim E-Rezept operativ nutzt und wie sich die Wettbewerbssituation – einschließlich neuer Marktteilnehmer wie Rossmann – in den Zahlen niederschlägt.
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