Red Cat muss sich gleich mit zwei Themen auseinandersetzen, die Anleger selten mögen: juristischer Gegenwind und neue Einblicke in die Aktionärsstruktur. Beides trifft auf einen Markt, in dem US-Drohnen für Behörden und Verteidigung politisch und regulatorisch Rückenwind bekommen. Wie passt das zusammen – und was ist für die nächsten Wochen entscheidend?

Klage gegen Führung: Vorwürfe zum Army-Vertrag

Diese Woche wurde beim U.S. District Court for the District of Nevada eine Aktionärs-Klage (Shareholder Derivative Complaint) eingereicht. Der Vorwurf: Führungskräfte und Direktoren sollen die Fähigkeit des Unternehmens falsch dargestellt haben, Drohnen im Rahmen eines Vertrags mit der US-Armee produzieren zu können.

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Zusätzlich enthält die Klage Anschuldigungen, es habe „wesentlich falsche“ Aussagen zur finanziellen Lage gegeben. Solche Verfahren können sich hinziehen – und sie binden Aufmerksamkeit, kosten Geld und erhöhen kurzfristig die Unsicherheit rund um die Story.

Vanguard meldet 5,02% – Pflichtmitteilung mit Signalwirkung

Separat dazu meldete die Vanguard Group am Freitag per Schedule-13G-Filing eine passive Beteiligung von 5,02% (Stichtag: 31. Dezember 2025). Solche Meldungen sind regulatorisch vorgeschrieben, sobald bestimmte Schwellen überschritten werden.

Wichtig ist dabei das „passiv“: Das Filing signalisiert zunächst keinen aktivistischen Einfluss, zeigt aber, dass ein großer Verwalter eine relevante Position hält.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Klage (eingereicht am Montag): Vorwürfe zu Aussagen über Produktionsfähigkeit im Rahmen eines US-Armee-Vertrags sowie zur Finanzlage
- Vanguard-Filing (Freitag): 5,02% passive Beteiligung, Stichtag 31.12.2025
- Nächster Termin:Innovation Day“ am 27. Februar 2026 (laut Investor-Relations-Kalender)

Branche mit Rückenwind – Aktie bleibt volatil

Die Nachrichten kommen in einer Phase, in der geopolitische Spannungen und regulatorische Änderungen die Nachfrage nach US-gefertigten Drohnenlösungen für staatliche und militärische Anwendungen begünstigen. Das ist grundsätzlich ein positives Umfeld für Anbieter in diesem Segment – umso stärker fällt auf, wenn unternehmensspezifische Risiken wie eine Klage plötzlich den Takt vorgeben.

An der Börse spiegelt sich diese Nervosität bereits wider: Am Freitag schloss die Aktie bei 13,12 USD, ein Tagesminus von -12,12%.

Der nächste konkrete Fixpunkt ist der Innovation Day am 27. Februar 2026. Dann dürfte sich zeigen, wie das Unternehmen seine Pläne und Fähigkeiten im aktuellen Nachfrageumfeld untermauert – und ob es gelingt, die Diskussion wieder stärker auf Produkte und Umsetzung zu lenken statt auf juristische Vorwürfe.

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