Für Infineon wird die kommende Woche zum Stimmungstest. Am 4. Februar legt der Halbleiterkonzern die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor – und damit auch Hinweise, wie robust das Geschäft in einem Markt mit zwei Geschwindigkeiten wirklich ist. Entscheidend wird, ob das Management im Spannungsfeld aus AI-Boom und vorsichtigerem Bestellverhalten in klassischen Endmärkten überzeugend navigiert.

Zuletzt notierte die Aktie bei 41,61 Euro und liegt damit weiterhin nahe am 52‑Wochen-Hoch (43,42 Euro). Der Kursverlauf spiegelt: Anleger trauen Infineon einiges zu – wollen jetzt aber Belege.

Die Fakten im Überblick

  • Quartalszahlen: 4. Februar 2026 (Q1 FY2026)
  • Hauptversammlung: 19. Februar 2026 (München)
  • Schlusskurs (Freitag): 41,61 €
  • 30 Tage: +10,28% | 12 Monate: +31,84%
  • Abstand zum 52‑Wochen-Hoch: -4,17%

Drei Themen, die die Zahlen prägen dürften

1) Automotive-Nachfrage als Gradmesser
Ein großer Teil der Erlöse hängt am Automobilgeschäft. Entsprechend genau wird man hinhören, was Infineon zur Nachfrage nach Halbleitern für Elektrofahrzeuge und Fahrerassistenzsysteme sagt. Besonders wichtig: Kommentare zur Auftragslage und zum Bestellverhalten der Kunden – sie liefern meist die klarsten Signale, ob sich der Markt gerade öffnet oder eher auf der Bremse steht.

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2) AI-Rechenzentren: Rückenwind bei Stromversorgungslösungen?
Als potenzieller Wachstumstreiber gilt das Geschäft mit Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren. Hier wird der Markt branchenweit als dynamisch beschrieben. Kommen am Mittwoch mehr Details zur Entwicklung in diesem Segment, könnte das die Einordnung des strukturellen Wachstumspfads erleichtern.

3) Siliziumkarbid (SiC) und die mittelfristige Story
Siliziumkarbid spielt eine wachsende Rolle – vor allem in E‑Mobilität und Industrieanwendungen. Aussagen zur Kapazitätsauslastung und zur Kundennachfrage in SiC dürften deshalb besonders relevant sein, weil sie direkt in die Frage einzahlen: Wie belastbar sind die mittelfristigen Perspektiven jenseits kurzfristiger Zyklen?

Warum dieser Bericht mehr ist als Routine

Die Branche liefert derzeit kein einheitliches Bild: AI-Investitionen ziehen global an, während traditionelle Industriemärkte und Teile des Automobilsektors ein verhalteneres Bestellverhalten zeigen. Infineon ist in beiden Welten aktiv – und genau das macht den Termin am 4. Februar so wichtig: Kann das Unternehmen strukturelles Wachstum aus dem AI-Umfeld nutzen, ohne von zyklischen Dellen in klassischen Märkten ausgebremst zu werden?

Am 4. Februar dürfte daher weniger die reine Zahl im Vordergrund stehen, sondern die Management-Kommentare zur Nachfrage und Auftragslage – und am 19. Februar folgt mit der Hauptversammlung der nächste Fixpunkt für zusätzliche Einordnung.

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