Tesla liefert zum Jahresende besser ab als erwartet – und wirkt trotzdem wie ein Konzern im Umbau. Denn hinter den soliden Quartalszahlen steckt ein klares Signal: Das Autogeschäft steht unter Druck, während KI, Robotik und Energie immer stärker in den Vordergrund rücken. Was bedeutet dieser Strategiewechsel für die nächsten Monate?

Quartalszahlen: Beat mit Bauchschmerzen

Im vierten Quartal 2025 übertraf Tesla die Analystenschätzungen bei Gewinn und Umsatz. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 0,50 US-Dollar (Erwartung: 0,45 US-Dollar), der Umsatz bei 24,90 Mrd. US-Dollar und damit leicht über dem Konsens.

Gleichzeitig zeigen die Details, wo es klemmt: Der Quartalsumsatz sank um 3% gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich war der Rückgang im Autosegment, das um 11% auf 17,7 Mrd. US-Dollar fiel.

Noch härter traf es den Gewinn: Der Nettogewinn brach um 61% auf 840 Mio. US-Dollar ein. Tesla begründete die Belastung unter anderem mit deutlich höheren operativen Kosten – plus 39%, getrieben auch durch KI- und F&E-Projekte.

2025: Erstes Umsatzminus – und der Grund dafür

Auf Jahressicht rutschte der Umsatz 2025 um 3% auf 94,8 Mrd. US-Dollar ab. Laut Tesla ist das erste jährliche Umsatzminus seit dem Börsengang vor allem auf zwei Faktoren zurückzuführen:

  • geringere Fahrzeug-Auslieferungen
  • niedrigere Erlöse aus regulatorischen Credits

Bereits Anfang Januar hatte Tesla gemeldet, dass die Auslieferungen im vierten Quartal um 16% zurückgingen. Für das Gesamtjahr lag das Minus bei 8,6%. Unterm Strich: Selbst ein „Beat“ im Quartal kann die strukturelle Schwäche im Kerngeschäft nicht komplett überdecken.

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Strategiewechsel: Model S/X raus, Optimus rein

In der Telefonkonferenz zu den Zahlen bestätigte Tesla eine einschneidende Entscheidung: Die Produktion von Model S und Model X wird eingestellt. Produktionslinien im Werk Fremont sollen stattdessen für den humanoiden Roboter „Optimus“ umgerüstet werden.

Zusätzlich kündigte Tesla an, im April mit der Produktion des „Cybercab“ zu starten – einem zweisitzigen, autonomen Fahrzeug ohne Lenkrad und Pedale. Damit wird klar: Tesla verschiebt Ressourcen weg von klassischen Modellreihen hin zu Robotik- und Robotaxi-Plänen.

Ein weiterer Baustein ist der KI-Fokus über Beteiligungen: Tesla gab bekannt, am 16. Januar 2026 eine Vereinbarung über eine Investition von rund 2 Mrd. US-Dollar in xAI getroffen zu haben (Series-E-Vorzugsaktien, im Rahmen einer 20-Mrd.-US-Dollar-Finanzierungsrunde). Ziel sei es, Teslas Fähigkeit zu stärken, KI-Produkte „in der physischen Welt“ umzusetzen.

Energie als Stabilisator – Investitionen ziehen an

Während das Autogeschäft schwächelt, liefert der Energiesektor weiter Rückenwind. Der Umsatz in „Energy Generation and Storage“ stieg im vierten Quartal um 25% auf 3,84 Mrd. US-Dollar. Auch „Services and other“ legte um 18% auf 3,37 Mrd. US-Dollar zu. Tesla meldete zudem Rekorde bei den quartalsweisen und jährlichen Energy-Storage-Auslieferungen.

Parallel dazu plant Tesla für 2026 einen kräftigen Investitionsschub: CFO Vaibhav Taneja stellte rund 20 Mrd. US-Dollar an Capex in Aussicht. Das Geld soll in neue Fabriken, Optimus, sowie KI-Rechenressourcen fließen. Insgesamt will Tesla sechs neue Produktionslinien über Fahrzeuge, Roboter, Energiespeicher und Batteriefertigung hochfahren.

Auch beim Robotaxi-Projekt meldete Tesla Fortschritt: In Austin wurden im Januar bei einigen Fahrzeugen erstmals die menschlichen Sicherheitsaufsichten entfernt. Für das erste Halbjahr 2026 sind zudem sieben weitere US-Märkte geplant: Dallas, Houston, Phoenix, Miami, Orlando, Tampa und Las Vegas.

Beim Blick auf den Kurs zeigt sich der gemischte Eindruck: Auf 30 Tage liegt die Aktie rund 12,7% im Minus, obwohl sie gegenüber dem 52-Wochen-Tief weiterhin deutlich erholt ist.

Bis April (Cybercab-Produktionsstart) und mit den angekündigten Robotaxi-Rollouts im ersten Halbjahr 2026 wird sich zeigen, ob Teslas KI- und Robotik-Offensive schnell genug greift, um die Schwäche im Autosegment spürbar zu kompensieren.

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