Meta hat geliefert – und zwar dort, wo Anleger zuletzt besonders genau hingeschaut haben: beim Geldverdienen mit KI. Der Konzern zeigt, dass die teuren Rechenzentren nicht nur Vision sind, sondern schon heute das Kerngeschäft antreiben. Gleichzeitig wächst der Druck, die Kostenexplosion zu rechtfertigen.

KI wird zur Umsatzmaschine

Im vierten Quartal 2025 meldete Meta einen Umsatz von 59,89 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 24% gegenüber dem Vorjahr und über den Erwartungen. Auch beim Ergebnis überraschte der Konzern positiv: Der Gewinn je Aktie lag bei 8,88 US-Dollar (+11%), ebenfalls besser als prognostiziert.

Der entscheidende Punkt steckt aber in den Treibern: Meta verweist darauf, dass KI bereits messbar im Werbegeschäft wirkt. Die KI-gestützte „Advantage+“-Suite soll die Effizienz beim Targeting verbessert haben. Ergebnis laut Bericht: Werbeeinblendungen stiegen um 18%, gleichzeitig legte der durchschnittliche Preis pro Anzeige um 6% zu. Genau diese Kombination ist für den Markt wichtig, weil sie zeigt, dass Meta KI nicht nur „einbaut“, sondern damit schon jetzt mehr Erlös aus der bestehenden Plattform-Logik zieht.

135 Milliarden Dollar – warum der Markt trotzdem mitspielt

Der vielleicht auffälligste Wert der Veröffentlichung ist der Ausblick auf die Investitionen. Meta erwartet für 2026 CapEx von 115 bis 135 Mrd. US-Dollar – deutlich mehr als die rund 72 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025. Das ist ein klares Signal: Der Konzern will den Aufbau seiner „Meta Superintelligence“-Infrastruktur beschleunigen.

Normalerweise schrecken solche Summen ab. Dieses Mal wirkte der Markt jedoch ungewöhnlich nachsichtig – offenbar, weil die Werbemaschine stark genug erscheint, um den Ausbau zu finanzieren. Zusätzlich stützte die Prognose für das laufende Quartal: Für Q1 2026 stellt Meta 53,5 bis 56,5 Mrd. US-Dollar Umsatz in Aussicht und signalisiert damit, dass das Wachstum hoch bleiben soll.

Unterm Strich lautet die aktuelle Marktlogik: hohe Investitionen sind akzeptabel, solange die KI bereits heute in steigende Werbeerlöse übersetzt wird.

  • Umsatz Q4 2025: 59,89 Mrd. USD (+24%)
  • EPS Q4 2025: 8,88 USD (+11%)
  • Ad Impressions: +18%
  • Preis pro Anzeige: +6%
  • CapEx-Ausblick 2026: 115–135 Mrd. USD
  • Q1-2026-Umsatzprognose: 53,5–56,5 Mrd. USD

Nutzerwachstum, aber auch bekannte Baustellen

Meta setzt sich mit diesen Zahlen auch im Branchenvergleich ab: Während andere Tech-Konzerne zuletzt für zu viel KI-Ausgaben bei zu wenig unmittelbarem Umsatzwachstum abgestraft wurden, kann Meta konkrete Monetarisierung im Tagesgeschäft vorweisen.

Auch die Reichweite stützt die Story. Die „Family of Apps“ kommt laut Bericht im Dezember 2025 auf 3,58 Mrd. täglich aktive Menschen (DAP) – ein Plus von 7%. Das widerspricht der These, Social Media sei bereits „ausgewachsen“, und zeigt: Selbst bei dieser Größenordnung lässt sich noch zulegen.

Trotzdem bleiben klare Risikofaktoren auf dem Tisch. Reality Labs schrieb im Quartal erneut tiefrote Zahlen, mit einem operativen Verlust von rund 6 Mrd. US-Dollar. Dazu kommt zunehmender regulatorischer Gegenwind: Meta nennt laufende Verfahren, darunter ein Prozess in New Mexico zur Plattform-Sicherheit für Minderjährige, sowie Untersuchungen in Europa rund um KI-Inhalte und Deepfakes.

An der Börse notierte die Aktie am Freitag bei 717,50 US-Dollar und damit nahe dem jüngsten 52‑Wochen-Hoch – ein Hinweis darauf, wie stark der Markt die Kombination aus KI-Monetarisierung und Wachstum aktuell gewichtet. Entscheidend für 2026 wird sein, ob Meta das Tempo im Werbegeschäft hält, während die Investitionen wie angekündigt deutlich nach oben gehen.

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