Ein beispielloser Anteil von 92 Prozent der weltweiten versicherten Schäden entfiel im vergangenen Jahr auf Naturkatastrophen. Für die Swiss Re bedeutet diese massive Konzentration auf wetterbedingte Risiken eine enorme Herausforderung bei der Modellierung zukünftiger Tarife. Um die wachsende Volatilität im Sachgeschäft abzufedern, treibt das Management nun gezielt den Ausbau anderer Sparten voran.

Die jüngsten Daten des konzerneigenen Forschungsinstituts zeichnen ein klares Bild: Sogenannte Sekundärgefahren wie lokale Überschwemmungen, Stürme und Waldbrände dominieren zunehmend die globale Schadensstatistik. Weil Klimawandel und Urbanisierung die Risikokalkulation verkomplizieren, muss der Rückversicherer seine Prämienstrukturen im Segment Property & Casualty (P&C) kontinuierlich anpassen. An der Börse reagieren Anleger am Donnerstag leicht verhalten auf die anhaltenden klimatischen Herausforderungen. Der Kurs gibt um 1,59 Prozent auf 139,00 Euro nach und notiert damit knapp sieben Prozent unter seiner langfristigen 200-Tage-Linie.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Swiss Re?

Lukrativer Ausgleich im Lebensgeschäft

Um die wetterbedingten Schwankungen auszugleichen, forciert CEO Andreas Berger die Diversifizierung des Portfolios. Ein zentraler Baustein dieser Strategie ist der kürzlich abgeschlossene Langlebigkeits-Rückversicherungsvertrag im Volumen von rund zwei Milliarden US-Dollar. Solche massiven Transaktionen im Bereich Life & Health stabilisieren die Bilanz erheblich und machen den Konzern unabhängiger von unberechenbaren Naturkatastrophen.

Gleichzeitig eröffnen sich im Firmenkundengeschäft neue, hochprofitable Nischenmärkte. Da Investoren bei unzureichendem Versicherungsschutz zunehmend Finanzierungen für große Infrastrukturprojekte wie Rechenzentren blockieren, wächst der Bedarf an spezialisierten Deckungskonzepten. In genau diesem Segment komplexer Rückversicherungslösungen ist der Schweizer Konzern traditionell stark positioniert.

Rückenwind durch Zinsen und Preise

Trotz der anspruchsvolleren Risikolandschaft bleibt das fundamentale Umfeld für das Unternehmen intakt. Die Erneuerungsrunden der vergangenen Monate brachten dem Konzern signifikante Preissteigerungen ein, während das Zinsniveau das Kapitalanlageergebnis weiterhin stützt. Konkrete Einblicke in die finanzielle Bewältigung der aktuellen Wetterextreme liefert das Management mit den anstehenden Kommentaren zur Schadenentwicklung im ersten Quartal. Diese Zahlen werden belegen, wie effektiv die neu justierten Prämienmodelle die gestiegenen Klimarisiken bereits abfedern.

Swiss Re-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Swiss Re-Analyse vom 26. März liefert die Antwort:

Die neusten Swiss Re-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Swiss Re-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Swiss Re: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...