Puma Aktie: Übernahme-Poker um Großaktionär
Ein Übernahmeangebot des chinesischen Sportartikelkonzerns Anta Sports sorgt für neue Fantasie bei Puma. Im Fokus steht das 29-prozentige Aktienpaket der Familie Pinault, für das die Chinesen bereits die Finanzierung gesichert haben. Doch die Verhandlungen sind ins Stocken geraten, da die Preisvorstellungen beider Parteien derzeit noch massiv auseinanderklaffen.
Die Kernfakten zur Situation:
* Käufer: Anta Sports hat ein Angebot für den 29-Prozent-Anteil der Investmentgesellschaft Artemis (Familie Pinault) vorgelegt.
* Status: Die Finanzierung steht, doch die Gespräche ruhen aktuell aufgrund von Preisdifferenzen.
* Marktreaktion: Die Spekulationen katapultierten die Aktie auf ein neues 6-Monats-Hoch.
Massive Diskrepanz beim Preis
Der Knackpunkt der Verhandlungen liegt in der Bewertung. Während die Puma-Aktie den Handel gestern bei 23,15 Euro beendete, fordert die Verkäuferseite laut Insidern einen Preis von über 40 Euro je Anteilsschein. Diese Forderung liegt beinahe 75 Prozent über dem aktuellen Kursniveau. Die Familie Pinault hatte das Paket ursprünglich 2018 vom Luxuskonzern Kering übernommen und orientiert sich offenbar an historischen Bewertungen, während der Titel auf Jahressicht noch immer rund 44 Prozent im Minus notiert.
Operativer Druck hält an
Der hohe Preisaufschlag, den die Pinault-Holding Artemis fordert, steht im Kontrast zur operativen Realität in Herzogenaurach. Puma kämpft mit einer sinkenden Marktkapitalisierung und harter Konkurrenz durch aufstrebende Marken wie On und Hoka. Wichtige Produktlaunches wie der Speedcat-Sneaker erfüllten die Erwartungen zuletzt nicht.
CEO Arthur Hoeld steuert mit einem strikten Sparprogramm dagegen, das den Abbau von 900 Stellen vorsieht. Um die Liquidität zu sichern, hat das Management im Dezember zudem Kreditlinien und eine Brückenfinanzierung in einer Gesamthöhe von über 600 Millionen Euro fixiert. Analysten der RBC werten einen möglichen Einstieg von Anta dennoch positiv: Ein neuer Ankeraktionär mit Erfahrung im Sportsegment – Anta besitzt bereits die Amer Sports Gruppe (Salomon, Wilson) – könnte den notwendigen Turnaround beschleunigen.
Charttechnik: Wichtige Hürden genommen
Die Übernahmefantasie hat das technische Bild der Aktie deutlich aufgehellt. Mit dem jüngsten Anstieg konnte der Kurs den wichtigen 200-Tage-Durchschnitt von 20,99 Euro signifikant hinter sich lassen. Der Abstand zu dieser langfristigen Trendlinie beträgt nun über 10 Prozent, was Marktbeobachter als Signal für eine mögliche Bodenbildung werten. Allerdings mahnt der RSI (Relative Strength Index) mit einem Wert von 73,2 zur Vorsicht, da dies auf eine kurzfristig überkaufte Situation hindeutet.
Sollte keine Einigung zwischen Anta und der Familie Pinault zustande kommen, müssen die operativen Zahlen überzeugen, um das aktuelle Kursniveau zu rechtfertigen. Die nächste Bewährungsprobe steht am 26. Februar 2026 an, wenn Puma die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Bis dahin dürfte die Aktie vor allem spielball der M&A-Gerüchteküche bleiben.
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