Bei Puma bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen. Mitten in einer tiefen operativen Krise und nach einem historischen Verlust von über 600 Millionen Euro formiert sich die Aktionärsstruktur völlig neu. Mit der britischen Frasers Group betritt nun der zweite gewichtige Akteur innerhalb weniger Wochen das Parkett – eine Entwicklung, die den Druck auf das Management massiv erhöht und den Sportartikelhersteller in eine völlig neue strategische Ausgangslage versetzt.

Frasers Group positioniert sich

Die Frasers Group des britischen Milliardärs Mike Ashley hat sich 5,77 Prozent der Anteile an Puma gesichert. Interessant ist dabei die Vorgehensweise: Die Position wurde offenbar über Put-Optionen aufgebaut. Marktbeobachter werten dies als taktischen Schachzug, um Exposure aufzubauen, ohne sofort große Pakete am offenen Markt zu erwerben. Frasers ist kein Unbekannter in der Branche und gilt, wie das Engagement bei Hugo Boss zeigte, als strategisch fordernder Investor.

Die Nachricht sorgte am Markt zunächst für Euphorie und einen zweistelligen Kursanstieg, da Anleger auf einen positiven externen Impuls hoffen. Dennoch schloss die Aktie am Freitag bei 22,39 Euro und verzeichnet auf Jahressicht ein Minus von rund 24 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Puma?

Das Ende der alten Stabilität

Brisant wird der Einstieg durch das Timing. Erst vor wenigen Wochen vereinbarte der chinesische Sportartikelriese Anta Sports die Übernahme von 29,1 Prozent der Anteile von der Familie Pinault für 1,5 Milliarden Euro. Damit zieht sich der langjährige Ankeraktionär Artemis zurück. Puma sieht sich nun gleich zwei neuen Schwergewichten gegenüber, während das Unternehmen selbst operativ am Boden liegt.

Rote Zahlen und gestrichene Dividende

Diese Rochade im Aktionariat trifft auf eine desolate operative Lage. Statt Gewinnen weist Puma für das abgelaufene Geschäftsjahr einen massiven Nettoverlust von 643,6 Millionen Euro aus. Der Umsatz brach währungsbereinigt um 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro ein. Verantwortlich hierfür waren laut Management vor allem hohe Lagerbestände, eine schwache globale Nachfrage und teure Restrukturierungen.

Die Konsequenzen für Anleger sind hart: Die Dividende für 2025 entfällt komplett. Auch für das laufende Jahr 2026 stellt CEO Arthur Hoeld weitere operative Verluste (EBIT) zwischen 50 und 150 Millionen Euro in Aussicht. Die Hoffnung ruht nun auf einem "strategischen Reset" mit Fokus auf Fußball und der neuen Nitro-Lauftechnologie, die in Kooperation mit dem chinesischen Partner Shincell entwickelt wird.

Mit Frasers und Anta im Rücken steht das Management unter verschärfter Beobachtung. Während der operative Turnaround laut Plan frühestens 2027 greifen soll, dürfte der Einfluss der neuen Großaktionäre bereits deutlich früher spürbar werden. Für Puma bedeutet dies eine Phase maximaler Unsicherheit, in der operative Sanierung und strategische Machtspiele parallel laufen.

Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 08. März liefert die Antwort:

Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 08. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...