Der Sportartikelhersteller steckt in der tiefsten Ertrags-Krise der jüngeren Unternehmensgeschichte. Während ein massiver Millionenverlust und der Ausfall der Dividende die Bilanz belasten, nutzen gleich zwei internationale Branchengrößen die Schwächephase für einen groß angelegten Einstieg. Werden diese neuen Großaktionäre den ersehnten Wendepunkt für die angeschlagene Marke erzwingen?

Das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 markiert einen harten Einschnitt für den Konzern. Nach einem Gewinn im Vorjahr verbuchte Puma zuletzt einen Nettoverlust von 643,6 Millionen Euro, während der Umsatz um 13,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro einbrach. Als direkte Konsequenz entfällt die Dividende komplett. Seit dem Sommer reagiert CEO Arthur Hoeld mit einem strikten Sanierungskurs: Neben der Reduzierung von Rabatten und einer stärkeren Fokussierung auf den Direktvertrieb fallen dem Sparkurs insgesamt 1.400 Stellen zum Opfer. Die anhaltende Schieflage spiegelt sich auch auf dem Kurstableau wider, wo das Papier auf 12-Monats-Sicht rund 25 Prozent an Wert verloren hat.

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Neue Machtverhältnisse im Aktionärskreis

Genau diese fundamentale Schwäche rief in den vergangenen Wochen jedoch finanzstarke Käufer auf den Plan. Zunächst sicherte sich der chinesische Sportartikelriese Anta Sports für 1,5 Milliarden Euro einen Anteil von 29 Prozent. Die Chinesen kauften das Paket der französischen Milliardärsfamilie Pinault für 35 Euro je Anteilsschein ab – ein deutlicher Aufschlag zum aktuellen Kursniveau, das sich zuletzt bei 22,39 Euro einpendelte.

Kurz darauf meldete auch die britische Frasers Group um den Milliardär Mike Ashley eine Beteiligung von 5,77 Prozent, die maßgeblich über Put-Optionen aufgebaut wurde. Die Börse interpretierte zumindest den Einstieg der Briten als Vertrauensvotum, was der Aktie jüngst Auftrieb gab und sie wieder über die 200-Tage-Linie hievte.

Strategische Synergien statt Übernahme

Marktbeobachter werten die Einstiege nicht als Vorboten einer Komplettübernahme, sondern als gezielte strategische Positionierungen. Anta schloss eine vollständige Übernahme explizit aus, strebt aber einen Aufsichtsratssitz an. Branchenexperten sehen hier erhebliches Potenzial: Puma könnte durch Anta dringend benötigte Marktzugänge im bislang schwachen chinesischen Geschäft erhalten. Die Frasers Group wiederum ist dafür bekannt, Minderheitsbeteiligungen zu nutzen, um eigene Handelsbeziehungen zu vertiefen – Puma ist bereits heute ein essenzieller Lieferant für die britische Frasers-Tochter Sports Direct.

Für den operativen Turnaround ist dennoch ein langer Atem erforderlich. CEO Hoeld prognostiziert für das laufende Jahr 2026 weitere operative Verluste zwischen 50 und 150 Millionen Euro. Erst für 2027 plant das Management die konkrete Rückkehr auf einen nachhaltigen Wachstumspfad. Bis dahin fungieren Anta und Frasers als strategische Ankeraktionäre in einer reinen Übergangsphase.

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