Puma Aktie: Milliarden-Einstieg!
Der Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach erhält einen neuen, mächtigen Großaktionär aus Fernost. ANTA Sports sichert sich für 1,5 Milliarden Euro fast 30 Prozent der Anteile und löst damit die französische Familie Pinault ab. Für Puma könnte dieser Deal der entscheidende Schlüssel sein, um die chronische Schwäche im asiatischen Markt endlich zu überwinden.
Details zum China-Deal
ANTA Sports Products greift tief in die Tasche und übernimmt das 29,06-prozentige Aktienpaket der Groupe Artémis. Der vereinbarte Kaufpreis liegt bei 35 Euro je Aktie und damit spürbar über dem Börsenkurs vor der Ankündigung. Die Transaktion wird vollständig aus eigenen Mitteln finanziert.
Für die Verkäuferseite, die Investmentgesellschaft der Milliardärsfamilie Pinault, endet damit ein Kapitel, das 2018 mit der Übernahme der Anteile vom Luxuskonzern Kering begann. Artémis begründet den Ausstieg mit einer strategischen Fokussierung auf Assets, bei denen sie die volle Kontrolle ausüben können.
Strategische Brücke nach Asien
Marktbeobachter werten den Einstieg als logischen Schritt für beide Seiten. ANTA bringt umfangreiche Erfahrung in der Skalierung westlicher Marken im asiatischen Raum mit, wie die Erfolge mit Amer Sports (Arc'teryx, Salomon) und der Fila-Lizenz in China zeigen.
Genau hier liegt Pumas Schwachstelle: Der Konzern erzielt derzeit nur sieben Prozent seines globalen Umsatzes im riesigen chinesischen Markt. Während Puma in Europa und Lateinamerika traditionell stark aufgestellt ist, bietet das Netzwerk des neuen Großaktionärs das fehlende Puzzlestück für die globale Expansion. ANTA plant, Sitze im Aufsichtsrat zu besetzen, um diese Synergien zu heben.
Keine Komplettübernahme
Trotz des massiven Investments hat ANTA klargestellt, dass keine vollständige Übernahme von Puma geplant ist. Der Anteil bleibt bewusst unter der Schwelle von 30 Prozent, um kein Pflichtangebot nach deutschem Wertpapierrecht auszulösen.
Die wichtigsten Fakten
- Käufer: ANTA Sports Products Limited (Hongkong)
- Investition: 1,5 Milliarden Euro (35 Euro/Aktie)
- Anteil: 29,06 Prozent
- Status: Größter Einzelaktionär, keine Übernahme
Wichtiger Impuls in der Restrukturierung
Der Einstieg erfolgt in einer sensiblen Phase. Puma befindet sich nach einem schwierigen Jahr 2025 mitten im Umbau. Das Management hatte zuletzt ein Sparprogramm aufgelegt, das den Abbau von insgesamt 1.400 Stellen und eine Straffung des Produktportfolios vorsieht. Erst im Dezember sicherte sich das Unternehmen frisches Kapital über 600 Millionen Euro, um die Liquidität zu stärken.
Der Abschluss der Transaktion hängt nun an den Kartellbehörden in China und weiteren Jurisdiktionen. Bis Ende 2026 soll der Deal final vollzogen sein. Anleger richten ihren Blick nun auf den 26. Februar 2026: Dann präsentiert Puma den Jahresfinanzbericht für das abgelaufene Krisenjahr und dürfte erste Details zur Zusammenarbeit mit den neuen Partnern nennen.
Puma-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Puma-Analyse vom 02. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Puma-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Puma-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 02. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Puma: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








