Die Ära der französischen Familie Pinault in Herzogenaurach endet, eine neue Macht aus dem Osten übernimmt das Ruder. Der chinesische Sportartikelriese Anta Sports sichert sich knapp 29 Prozent an Puma und avanciert damit zum größten Einzelaktionär. Besonders aufhorchen lässt der Kaufpreis: Anta bewertet das Unternehmen massiv über dem aktuellen Börsenkurs, was die Fantasie der Anleger beflügeln dürfte.

  • Käufer: Anta Sports Products Limited (China)
  • Volumen: 29,06 Prozent für 1,5 Milliarden Euro
  • Bewertung: 35 Euro je Aktie (Barzahlung)
  • Verkäufer: Groupe Artémis (Familie Pinault)

Massive Prämie zum aktuellen Kurs

Die finanziellen Eckdaten der Transaktion senden ein deutliches Signal der Zuversicht. Anta Sports zahlt 35 Euro pro Anteilsschein. Zum Vergleich: Die Puma-Aktie beendete den Handel am Freitag bei 21,64 Euro. Der chinesische Konzern legt damit eine Prämie von über 60 Prozent auf den Tisch.

Dieser Bewertungsunterschied erklärt auch die jüngste Kursdynamik. Auf 7-Tages-Sicht legte das Papier bereits um fast 17 Prozent zu, was auf durchgesickerte Informationen oder Marktspekulationen hindeutet. Dennoch notiert der Titel auf 12-Monats-Sicht noch immer rund 30 Prozent im Minus, was den günstigen Einstiegszeitpunkt für Anta unterstreicht.

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Strategischer Hebel für das China-Geschäft

Für Puma könnte der Eigentümerwechsel die Lösung für eine anhaltende Schwachstelle sein. Der Konzern generiert derzeit lediglich sieben Prozent seiner Umsätze im chinesischen Markt. Anta Sports verfügt vor Ort über ein gewaltiges Vertriebsnetz und tiefgreifende Marktkenntnisse.

Der neue Großaktionär plant zwar keine Vollübernahme, fordert jedoch Sitze im Aufsichtsrat. Anta verfolgt damit konsequent seine Globalisierungsstrategie. Zum Portfolio der Chinesen gehören bereits Beteiligungen an Amer Sports (Salomon, Arc'teryx) sowie die Markenrechte an Fila in China.

Artémis zieht den Schlussstrich

Verkäufer des Pakets ist die Groupe Artémis unter Führung von François-Henri Pinault. Die Holding hatte die Anteile 2018 von Kering übernommen, stufte das Engagement zuletzt jedoch nicht mehr als strategisch relevant ein. Mit dem Verkauf fließen 1,5 Milliarden Euro in die Kassen der Franzosen, während sie sich auf kontrollierte Mehrheitsbeteiligungen fokussieren wollen. Der Abschluss der Transaktion wird nach Erhalt aller behördlichen Genehmigungen bis Ende 2026 erwartet.

Der Einstieg fällt in eine turbulente Phase für Puma. Das Unternehmen befindet sich mitten in einer Restrukturierung, die im Oktober 2025 den Abbau von 900 Stellen mit sich brachte. Ob der operative Turnaround gelingt, wird sich am 26. Februar 2026 zeigen, wenn Puma die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025 präsentiert.

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