Die Machtverhältnisse beim Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach ändern sich grundlegend. Der chinesische Konkurrent Anta Sports kauft sich im großen Stil bei Puma ein und löst damit die französische Investmentgesellschaft Artemis als Ankeraktionär ab. Besonders der gezahlte Preis pro Aktie lässt aufhorchen und signalisiert eine Bewertung, die weit über dem aktuellen Börsenkurs liegt.

Das Wichtigste in Kürze:
* Käufer: Anta Sports erwirbt 29,06 % der Anteile (43 Millionen Aktien).
* Verkäufer: Artemis (Investmentvehikel der Familie Pinault).
* Preis: 1,5 Milliarden Euro gesamt, entspricht 35 Euro je Aktie.
* Aktueller Kurs: 23,77 Euro (Aufschlag des Käufers: ca. 47 %).

Ein Deal mit Signalwirkung

Die Transaktion kommt einer tektonischen Verschiebung in der Eigentümerstruktur gleich. Anta Sports übernimmt das Paket von der Familie Pinault, die sich damit weitgehend aus ihrem Engagement zurückzieht. Dass die Chinesen bereit sind, 35 Euro je Anteilsschein zu zahlen, werten Marktteilnehmer als massiven Vertrauensbeweis. Zum Vergleich: Die Puma-Aktie notiert aktuell bei 23,77 Euro.

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Trotz des deutlichen Aufschlags plant Anta keine vollständige Übernahme. Das Ziel ist vielmehr strategischer Einfluss, manifestiert durch einen angestrebten Sitz im Aufsichtsrat. Der Abschluss des Deals wird, abhängig von den Behörden, bis Ende 2026 erwartet.

Fokus auf den asiatischen Markt

Mit Anta holt sich Puma einen Partner an Bord, der den asiatischen Markt wie kaum ein anderer kennt. Die Herzogenauracher kämpften dort zuletzt mit Herausforderungen. Die Handelsexpertise des neuen Großaktionärs soll nun helfen, die Marke Puma in China neu zu positionieren und das Wachstum anzukurbeln.

Vorstandschef Arthur Hoeld begrüßte den Einstieg und sieht darin eine Bestätigung der aktuellen Strategie. Die Börse reagierte bereits im Vorfeld positiv: Auf Wochensicht legte das Papier um knapp 11 % zu, was den RSI mit 73,2 allerdings in den überkauften Bereich getrieben hat.

Zahlen müssen Bewertung rechtfertigen

Der hohe Einstiegspreis von Anta setzt eine neue Benchmark, doch operativ muss Puma nun liefern. Der Fokus richtet sich auf den 26. Februar 2026. An diesem Tag präsentiert das Unternehmen die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr. Nur wenn diese Zahlen überzeugen und der Ausblick stimmt, kann die Aktie die Lücke zum Deal-Preis von 35 Euro perspektivisch schließen.

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