Der deutliche Kursrutsch der Puma Aktie hat die zuletzt aufgebaute Übernahmehoffnung abrupt beendet. Nach einem Minus von über 14 Prozent am vergangenen Handelstag rückt wieder die Frage in den Vordergrund, wie das Unternehmen operativ das Vertrauen zurückgewinnen kann. Hintergrund ist das vorläufige Scheitern der Gespräche mit dem chinesischen Sportartikelkonzern Anta Sports, die den Kurs zuvor gestützt hatten.

Anta-Deal vorerst auf Eis

Monatelang hatte der Markt auf einen Einstieg von Anta beim Großaktionär, der französischen Pinault-Familie, gesetzt. Diese Spekulation wirkte wie ein Sicherheitsnetz unter dem Kurs.

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Nun sind die Verhandlungen ins Stocken geraten. Kernthema ist offenbar die Bewertung:

  • Vor dem Kursrutsch notierte die Aktie noch deutlich über 20 Euro
  • Die Pinault-Holding Artémis soll rund 40 Euro je Aktie fordern

Diese deutliche Lücke zwischen Marktkurs und geforderter Prämie hat die Gespräche vorerst zum Stillstand gebracht. Damit fällt der wichtigste Kurstreiber der vergangenen Monate weg, und der Markt preist die Übernahmefantasie deutlich zurück.

Analystenreaktionen nach dem Kurssturz

Das vorläufige Ende der Übernahmegespräche zwingt Analysten zur Neubewertung. Die Einschätzungen gehen dabei spürbar auseinander.

  • Goldman Sachs senkte das Kursziel von 29 auf 26,50 Euro, bestätigte aber die Einstufung „Buy“. Begründet wurde der Schritt mit einer langsamer als erwarteten Normalisierung der Lagerbestände.
  • RBC bleibt mit „Sector Perform“ bei einem Kursziel von 20 Euro und signalisiert damit eine eher neutrale Haltung.
  • Berenberg hält dagegen an einem Kursziel von 40 Euro fest und bleibt deutlich optimistischer.

Diese Spannbreite der Kursziele spiegelt die erhöhte Unsicherheit wider. Ohne die stützende Wirkung der Übernahmespekulation rücken Themen wie Lagerbestände und operative Marge wieder stärker in den Mittelpunkt der Bewertung.

Kursbild deutlich eingetrübt

Der jüngste Abverkauf hat die technische Lage der Aktie klar verschlechtert. Die Erholung der vergangenen drei Monate wurde innerhalb eines Tages ausgelöscht, der übergeordnete Abwärtstrend ist bestätigt.

Die aktuellen Eckdaten:

  • Kursverlust am Freitag: ca. -14,1 %
  • Verlust seit Jahresanfang: ca. -17,4 %
  • Wochenverlust: ca. -15,6 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch (41,90 Euro): rund -55 % bei einem Schlusskurs von 18,50 Euro

Der starke Bruch wichtiger Unterstützungsmarken dürfte zusätzlichen Verkaufsdruck ausgelöst haben. Marktteilnehmer gehen davon aus, dass auch algorithmische Strategien und Positionsanpassungen institutioneller Anleger den Rückgang verstärkt haben.

Blick nach vorn: Operative Bewährungsprobe

Mit dem Dämpfer für die Übernahmefantasie verschiebt sich der Fokus klar auf die nächsten Geschäftszahlen. Entscheidend wird sein, ob Puma Fortschritte bei der Normalisierung der Lagerbestände und der Ergebnissituation zeigen kann. Gelingt hier eine sichtbare Verbesserung, könnte sich der Blick auf die Aktie wieder von spekulativen Übernahmeszenarien hin zu einer stabileren fundamentalen Basis verlagern.

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