Puma Aktie: Anta greift zu
Chinas Sportartikel-Riese Anta Sports sichert sich knapp 30 Prozent der Puma-Anteile – und zahlt dafür einen satten Aufschlag von 62 Prozent. Die französische Milliardärsfamilie Pinault verkauft ihr Paket für 35 Euro je Aktie, während der Börsenkurs zuletzt bei rund 24 Euro notierte. Das wirft Fragen auf: Warum dieser massive Premium? Und was bedeutet der Deal für die weitere Kursentwicklung?
Die Eckdaten der Transaktion:
- Anta Sports erwirbt 29,06 % der Puma-Anteile von Groupe Artémis
- Kaufpreis: 35 Euro pro Aktie (Gesamtvolumen ~1,5 Mrd. Euro)
- Aufschlag von 62 % gegenüber Kurs vor Spekulationen
- Finanzierung aus vorhandenen Barmitteln
- Abschluss bis Ende 2026 erwartet (vorbehaltlich Genehmigungen)
- Anta wird größter Einzelaktionär, plant aber derzeit keine Vollübernahme
Kursexplosion in zwei Wellen
Die Börse reagierte mit einem zweistelligen Kurssprung. Bereits am 26. Januar trieben erste Gerüchte die Notierung um 17 Prozent nach oben. Mit der offiziellen Bestätigung am Folgetag setzte sich die Rally fort. Das Handelsvolumen vervielfachte sich, institutionelle Investoren bewerteten ihre Positionen neu.
Trotz der Gewinne klafft eine deutliche Lücke: Der Börsenkurs liegt weiterhin rund 30 Prozent unter dem Paketpreis von 35 Euro. Diese Spread signalisiert Zurückhaltung des Marktes. Offenbar rechnen Anleger nicht damit, dass Anta kurzfristig ein öffentliches Übernahmeangebot zu diesem Premium-Niveau nachschiebt.
Analysten heben Kursziele an
Die Experten der Finanzbranche reagierten prompt. Barclays Capital hob das Kursziel von 16 auf 22 Euro an, blieb aber bei der neutralen Einstufung. Analystin Carole Madjo wartet auf konkrete Details zur strategischen Zusammenarbeit.
DZ Bank-Analyst Thomas Maul erhöhte den fairen Wert auf 25 Euro und bezeichnete den Einstieg als "Fuß in der Tür". Berenberg zeigte sich optimistischer und stufte auf "Buy" hoch – die Unterbewertung sei nun offensichtlich.
Was der Deal bringt
Anta Sports, erfolgreicher Betreiber von Amer Sports (Salomon, Arc'teryx), bringt entscheidende China-Expertise mit. Puma-Chef Arthur Hoeld wertet den Einstieg als Vertrauensbeweis. Die operative Wende und Synergien im Asien-Geschäft stehen nun im Fokus.
Der hohe Aufschlag zieht einen festen Boden unter die zuvor schwächelnde Aktie. Da Anta jedoch explizit betont hat, vorerst kein weiteres Übernahmeangebot zu planen, dürfte das kurzfristige Aufwärtspotenzial auf etwa 25 bis 28 Euro begrenzt sein. Die Bewertung hängt nun davon ab, wie schnell die strategische Partnerschaft Früchte trägt.
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