Eli Lilly greift tief in die Tasche. Der US-Pharmakonzern sicherte sich am Mittwoch den Zugang zu einer neuartigen Gen-Editierungsplattform des Dresdner Start-ups Seamless Therapeutics. Das Ziel: Therapien gegen Hörverlust entwickeln. Der Deal hat ein Volumen von bis zu 1,12 Milliarden US-Dollar.

Die Technologie von Seamless basiert auf sogenannten Rekombinasen – speziell entwickelten Enzymen, die Genmutationen korrigieren sollen. Konkret geht es um Mutationen, die mit Hörverlust in Verbindung stehen. Lilly bezeichnet den Ansatz als "Genbearbeitung der nächsten Generation" und positioniert sich damit in einem hochspezialisierten Forschungsfeld.

Für das deutsche Biotech-Unternehmen aus Dresden ist die Kooperation ein Durchbruch. Die Zusammenarbeit mit einem der größten Pharmariesen der Welt verschafft Seamless nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch Zugang zu Lillys Vertriebskanälen und Entwicklungsexpertise.

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Nach Abnehm-Boom: Die nächste Wachstumsstory?

Die jüngste Akquisition reiht sich in eine Phase intensiver Dealaktivität ein. Erst kürzlich übernahm Lilly den Biotech-Spezialisten Ventyx Biosciences für einen Milliardenbetrag. Der Konzern baut sein Portfolio konsequent aus – parallel zum anhaltenden Erfolg mit seinen Abnehm-Medikamenten.

Allerdings kommt auf Lilly auch Gegenwind zu. Am 27. Januar gab die US-Regierung bekannt, dass Lillys Diabetes-Medikament Trulicity auf die Liste für Medicare-Preisverhandlungen 2028 gesetzt wurde. Das Medikament gehört zur GLP-1-Klasse und ist Teil einer Liste von 15 Arzneimitteln, deren Preise die Regierung neu verhandeln will.

Preisdruck durch Biden-Gesetz

Die Auswahl erfolgt im Rahmen des Inflation Reduction Act von 2022, der der Regierung erstmals erlaubt, Medicare-Preise zu verhandeln. Die 15 ausgewählten Medikamente verursachten allein in den zwölf Monaten bis Oktober 2025 Medicare-Kosten von 27 Milliarden US-Dollar. Analysten rechnen jedoch mit überschaubaren Auswirkungen – zumal mehrere der betroffenen Arzneimittel in Kürze ihre Exklusivität verlieren.

Die Aktie reagierte am Dienstag nach Börsenschluss gelassen auf die Ankündigung und legte rund 2 Prozent zu. Offenbar bewerten Investoren den Deal mit Seamless und die Pipeline-Erweiterung höher als die drohenden Preiseinbußen bei Trulicity.

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