Geplatzte Übernahmegespräche, ein abrupter Kurseinbruch und direkt danach eine zweistellige Gegenbewegung: Bei der Puma Aktie geht es derzeit ungewöhnlich heftig hin und her. Im Mittelpunkt steht nicht das Tagesgeschäft des Sportartikelherstellers, sondern die Frage, wer künftig das Sagen im Aktionariat hat. Wie sortiert sich diese Gemengelage nach dem turbulenten Wochenende?

Geplatzte Gespräche belasten den Kurs

Am Freitag sorgte eine Meldung für Ernüchterung: Die Gespräche zwischen dem chinesischen Sportkonzern Anta Sports und der Milliardärsfamilie Pinault über eine mögliche Übernahme sollen beendet worden sein. Die Pinault-Familie hält knapp 30 % der Anteile und ist damit zentral für jede Kontrollveränderung bei Puma.

Diese Berichte ließen die zuvor aufgebaute Übernahmefantasie schlagartig verpuffen. In den Wochen davor hatten Spekulationen über einen Einstieg von Anta den Aktienkurs spürbar nach oben getrieben und Mitte Januar auf ein Hoch von 24,91 Euro gehoben – den höchsten Stand seit Mai 2025.

Mit dem Aus der Gespräche folgte die Gegenbewegung: Am Freitag sackte die Aktie im Tief bis auf 18,28 Euro durch. Der Titel fiel damit nicht nur deutlich von seinen jüngsten Hochs zurück, sondern zeigte auch, wie stark die Bewertung zuletzt von Übernahmehoffnungen geprägt war.

Spektakuläre Gegenbewegung zum Wochenstart

Zum Wochenbeginn drehte die Stimmung allerdings erneut. Am Montag setzte eine kräftige Gegenbewegung ein: Die Puma Aktie legte im Tagesverlauf um gut 15 % zu und machte damit einen Großteil der Verluste vom Freitag wieder wett. Der aktuelle Kurs liegt bei 21,63 Euro und damit klar über dem Freitagsschluss von 18,50 Euro.

Im größeren Bild bleibt der Titel allerdings angeschlagen. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Rückgang von rund 32 % zu Buche, der Abstand zum 52‑Wochen‑Hoch von 32,03 Euro beträgt weiterhin mehr als 30 %. Gleichzeitig liegt der Kurs deutlich über dem 52‑Wochen‑Tief von 15,48 Euro – ein Zeichen dafür, wie breit die Handelsspanne zuletzt geworden ist.

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Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Auslöser: Angeblich beendete Gespräche zwischen Anta Sports und Großaktionär Pinault
  • Freitag: Kurseinbruch bis 18,28 Euro, Schlusskurs 18,50 Euro
  • Montag: Erholung mit einem Plus von über 15 %, aktueller Kurs 21,63 Euro
  • 12-Monats-Performance: ca. -32 %
  • Abstand zum 52-Wochen-Hoch: rund -32 %

Diese Schwankungen spiegeln sich auch in der Kennzahlenlage wider: Die 30‑Tage‑Volatilität liegt annualisiert bei sehr hohen 98,03 %. Der RSI (14 Tage) steht mit 73,2 im überkauften Bereich, was die Dynamik der jüngsten Erholung unterstreicht.

Nachrichten treiben den Kurs – nicht die Zahlen

Die jüngste Entwicklung zeigt klar: Der Kurs wird derzeit vor allem von Erwartungen und Gerüchten rund um eine mögliche Neuordnung der Eigentümerstruktur getrieben. Operative Kennzahlen oder fundamentale Unternehmensdaten spielen in der aktuellen Kursbildung eine Nebenrolle.

Typische Orientierungspunkte wie gleitende Durchschnitte bestätigen dieses Bild. Der aktuelle Kurs von 21,63 Euro liegt nur minimal unter dem 50‑Tage‑Durchschnitt von 21,75 Euro und leicht über dem 200‑Tage‑Durchschnitt von 20,95 Euro. Charttechnisch pendelt die Aktie damit um zentrale Niveaus, während die Schlagzeilen für die Richtung sorgen.

Die Kombination aus:

  • geplatzter Übernahmefantasie,
  • großer Beteiligung eines finanzstarken Großaktionärs,
  • sowie einer im Jahresvergleich klar schwächeren Kursbasis

erklärt, warum selbst einzelne Meldungen zu Anta oder Pinault derzeit sofort deutliche Ausschläge auslösen.

Fazit: Hochvolatile Zwischenphase

Die Puma Aktie befindet sich in einer Phase ausgeprägter Nachrichtenabhängigkeit. Das abrupte Ende der Gespräche mit Anta Sports hat die zuvor aufgebaute Übernahmefantasie gekappt, zugleich zeigt die schnelle Erholung, dass der Markt das Szenario einer möglichen Neuordnung im Aktionariat noch nicht vollständig abgeschrieben hat.

Kurzfristig ist mit anhaltend starken Schwankungen zu rechnen, solange weder zur zukünftigen Rolle der Pinault-Familie noch zu alternativen strategischen Optionen klare Signale vorliegen. Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, dürfte sich der Blick wieder stärker auf die operative Entwicklung und die mittelfristige Bewertung des Sportartikelherstellers verlagern.

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