Puma Aktie: Ashley schlägt zu
Wird der Sportartikelhersteller zum Spielfeld der Milliardäre? Nur Wochen nach dem Einstieg der chinesischen Anta Sports mischt nun auch Mike Ashleys Frasers Group kräftig mit. Mitten in der Sanierung positionieren sich Großinvestoren neu – ein klares Indiz dafür, dass der Markt trotz operativer Verluste Potenzial in der Traditionsmarke sieht.
Britische Offensive über Umwege
Der britische Handelskonzern Frasers Group hat sich einen Zugriff auf rund 5,8 Prozent der Puma-Anteile gesichert. Dabei wählt der von Milliardär Mike Ashley kontrollierte Konzern eine komplexe Route: Laut Stimmrechtsmitteilungen entfallen 5,6 Prozent auf Finanzinstrumente, spezifisch Put-Optionen mit Fälligkeiten bis Dezember, während nur 0,2 Prozent direkt als Aktien gehalten werden. Diese Nachricht sorgte bereits am Donnerstag für Kursgewinne, auch wenn das Papier heute bei 22,43 Euro eine leichte Korrektur von 1,36 Prozent verzeichnet. Ashley ist am Kapitalmarkt kein Unbekannter und hält bereits Beteiligungen an anderen Modehäusern wie Hugo Boss.
Das große Stühlerücken
Der Einstieg der Briten ist bereits die zweite gewichtige Veränderung in der Eigentümerstruktur innerhalb kürzester Zeit. Erst Ende Januar 2026 kaufte sich der chinesische Konkurrent Anta Sports Products für rund 1,5 Milliarden Euro ein und übernahm das 29-prozentige Aktienpaket der französischen Gründerfamilie Pinault. Dass innerhalb weniger Wochen fast ein Drittel der Anteile den Besitzer wechselt oder neu disponiert wird, deutet auf eine fundamentale Neuausrichtung im Hintergrund hin.
Zahlen besser als befürchtet
Operativ befindet sich Puma in einer schwierigen Übergangsphase. Das Geschäftsjahr 2025 schloss mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang von 8,1 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro ab. Unter dem Strich stand ein bereinigter operativer Verlust von 357,2 Millionen Euro, bedingt durch teure Umbaumaßnahmen. Anleger werteten es jedoch positiv, dass dieser Fehlbetrag geringer ausfiel als die von Analysten prognostizierten 374 Millionen Euro.
Die Aktie honorierte die relative "Stärke" im Unglück zuletzt deutlich: Vom 52-Wochen-Tief bei 15,48 Euro im November konnte sich der Kurs bereits wieder signifikant lösen. Allerdings bleibt die Dividende für 2025 gestrichen, um die Liquidität während des Umbaus zu schonen.
Abseits der Finanzakrobatik treibt das Management die technologische Entwicklung voran. Eine neue Partnerschaft mit dem chinesischen Materialspezialisten Shincell New Materials soll die nächste Generation von Schaumstofftechnologien für Laufschuhe hervorbringen. Mit zwei gewichtigen strategischen Ankern im Aktionärskreis – Anta und Frasers – steht das Management nun unter erhöhtem Druck, diese operativen Fortschritte zügig in profitable Zahlen umzuwandeln.
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