Der Gewerbeimmobilien-Finanzierer aus Garching hat die Bilanz für 2025 vorgelegt – und sie ist verheerend. Ein Nettoverlust von 284 Millionen Euro, eine gestrichene Dividende und verschobene Mittelfristziele lassen die Aktie auf ein Mehrjahrestief abstürzen. Der gescheiterte US-Ausflug kostet das Institut teuer.

US-Rückzug reißt 284-Millionen-Loch

Der Ausstieg aus dem verlustreichen Amerika-Geschäft hat die Deutsche Pfandbriefbank 2025 tief in die roten Zahlen gerissen. Nach 90 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr steht nun ein Verlust von 284 Millionen Euro zu Buche. Die Risikovorsorge für faule Kredite explodierte von 170 auf 410 Millionen Euro.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Deutsche Pfandbriefbank?

Das strategische Debakel nahm seinen Anfang kurz vor Corona: Die Bank stieg in das US-Gewerbeimmobiliengeschäft ein – ausgerechnet zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Die Pandemie ließ die Nachfrage nach Büros kollabieren und riss zahlreiche Immobilieninvestoren samt ihrer Kreditgeber in eine schwere Krise.

Dividende weg, Transformation verzögert sich

Für Aktionäre kommt zum Jahresverlust ein weiterer Schlag: Die Dividende wird komplett gestrichen. Im Vorjahr gab es noch 0,15 Euro je Aktie. CEO Kay Wolf, der Anfang 2024 die Führung von Langzeit-Chef Andreas Arndt übernahm, stellt sich auf einen längeren Umbau ein: „Die Transformation ist deutlich einschneidender und braucht daher länger."

Wolf hatte bereits im Herbst 2024 die Mittelfristpläne seines Vorgängers kassiert und bescheidenere Ziele gesetzt, bevor er 2025 den vollständigen Rückzug aus den USA einleitete. Die Probleme waren zu diesem Zeitpunkt bereits offensichtlich.

Verhaltener Ausblick für 2026

Für das laufende Jahr erwartet der Vorstand operative Erträge von 375 bis 425 Millionen Euro – tendenziell unter dem Vorjahreswert von 422 Millionen. Der Grund: Das Neugeschäft in Europa kann den Wegfall der US-Kredite nur schrittweise kompensieren.

Der Vorsteuergewinn soll zwischen 30 und 40 Millionen Euro liegen. Diese Prognose enttäuscht deutlich – Analysten hatten mit über 100 Millionen Euro gerechnet. Als Belastungsfaktoren nennt die Bank neben den Kosten des US-Ausstiegs eine schleppende Erholung der europäischen Immobilienmärkte.

Renditeziel auf 2028 verschoben

Die ursprünglich für 2027 angestrebte Eigenkapitalrendite von acht Prozent wurde um ein Jahr nach hinten verschoben. Bis 2028 sollen die Erträge um rund die Hälfte auf etwa 600 Millionen Euro steigen. Im vergangenen Jahr lag die Rendite auf das materielle Eigenkapital bei minus 10,6 Prozent. Der vollständige Geschäftsbericht für 2025 wird am 23. März veröffentlicht.

Aktie verliert über 60 Prozent in drei Jahren

Der Markt reagiert mit einem Kursrutsch von 6,5 Prozent. Seit Jahresbeginn hat die im SDAX gelistete Aktie mehr als ein Viertel an Wert verloren. In drei Jahren summiert sich der Kursverlust auf über zwei Drittel. Das 52-Wochen-Tief bei 3,30 Euro wurde am 4. März markiert – weit entfernt vom Allzeithoch von 15,65 Euro aus dem Februar 2020.

Deutsche Pfandbriefbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Pfandbriefbank-Analyse vom 09. März liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Pfandbriefbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Pfandbriefbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Pfandbriefbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...