Das profitabelste Jahr der Unternehmensgeschichte — und gleichzeitig eine neue Klage über rund 800 Millionen Dollar. Die Deutsche Bank lieferte mit dem Geschäftsbericht 2025 ein Bild voller Kontraste.

Starke Zahlen, klare Ziele

Die Nettoerträge stiegen 2025 auf 32,1 Milliarden Euro, ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Alle vier Geschäftsbereiche erzielten zweistelliges Gewinnwachstum, die Nachsteuer-Eigenkapitalrendite überstieg erstmals die Marke von zehn Prozent. Die Corporate Bank stach dabei besonders hervor: Ihr Vorsteuerergebnis kletterte um 24 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro.

Für die kommenden Jahre formuliert das Management ambitionierte Ziele. Bis 2028 soll die Eigenkapitalrendite auf über 13 Prozent steigen, die Erträge sollen auf 37 Milliarden Euro wachsen. Die Ausschüttungsquote wird ab 2026 von 50 auf 60 Prozent angehoben — verbunden mit einer Dividende von 1,00 Euro je Aktie und einem laufenden Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro.

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Die Kehrseite: Klage aus der Vergangenheit

Parallel zu den starken Zahlen offenbarte der Bericht eine erhebliche Rechtsbelastung. Vier frühere Mitarbeiter fordern insgesamt mehr als 600 Millionen Pfund Schadensersatz wegen angeblicher Rufschädigung — ein Nachklang aus Transaktionen mit der italienischen Monte dei Paschi aus dem Jahr 2008. Die Banker waren damals in Italien verurteilt worden, die Urteile wurden 2022 aufgehoben. Nun richten sich die Forderungen gegen die Bank selbst. Hinzu kommt eine separate Klage eines fünften Bankers über 152 Millionen Euro vor einem Frankfurter Gericht, die noch in diesem Jahr verhandelt werden soll.

Die Bank bezeichnete die Londoner Klagen als „ohne Grundlage" und will keine Angaben zu möglichen Rückstellungen machen, um den Ausgang der Verfahren nicht zu gefährden.

Führungswechsel zum falschen Zeitpunkt?

Ausgerechnet jetzt wechselt die Bank den Finanzchef: Raja Akram übernimmt das CFO-Amt am 15. März 2026. Er tritt in einem Moment an, in dem das Management gleichzeitig Rekordergebnisse verteidigen und juristische Altlasten managen muss.

Die Aktie hat seit Jahresbeginn rund 24 Prozent verloren und notiert damit deutlich unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt von knapp 30 Euro. Ob die starken Fundamentaldaten und die erhöhte Ausschüttungsquote die Unsicherheit rund um die Rechtsfälle mittelfristig überwiegen, entscheidet sich nicht zuletzt daran, wie sich die Klagen in Frankfurt und London entwickeln.

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