Der Medienkonzern verzeichnet trotz Aufsichtsratsverzögerung beim US-Investor-Deal einen beachtlichen Kursanstieg von 50 Prozent seit Dezember 2024.


Die Aktien des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 erreichten am Montag mit 6,76 Euro den höchsten Stand seit Juli 2024. Dies entspricht einem Wertzuwachs von etwa 50 Prozent seit Anfang Dezember und mehr als einem Drittel seit Jahresbeginn. Hintergrund des Kursanstiegs sind Spekulationen über einen möglichen Einstieg des US-Investors General Atlantic als neuer Großaktionär. Trotz der Nachricht, dass der Aufsichtsrat von ProSiebenSat.1 die Entscheidung über diese potenzielle Transaktion vertagt hat, reagierten die Anleger mit weiteren Käufen und trieben den Kurs um mehr als sieben Prozent nach oben. Die Erwartungen an den Deal wurden bereits in der Vorwoche geweckt, als erste Überlegungen hierzu bekanntgegeben wurden. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen soll General Atlantic über eine Wandelanleihe mit bis zu zehn Prozent bei dem Medienkonzern einsteigen und im Gegenzug seine Minderheitsbeteiligungen am E-Commerce-Geschäft NuCom und der ParshipMeet Group abgeben. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand nun jedoch beauftragt, einige Kriterien des Deals neu zu prüfen und zu überarbeiten, da Bedenken hinsichtlich der möglichen Kosten dieser Transaktion bestehen.


Strategische Neuausrichtung unter Beobachtung der Großaktionäre

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Eine zentrale Bedingung für die Realisierung des Deals mit General Atlantic ist die Veräußerung mindestens einer der Beteiligungen von ProSiebenSat.1 an der Online-Parfümerie Flaconi oder dem Vergleichsportal Verivox. Nach monatelangen Gesprächen nähert sich der Konzern nun offenbar einer Einigung mit der italienischen Moltiply Group über den Verkauf von Verivox für mehr als 250 Millionen Euro. Diese strategischen Transaktionen werden vom größten Aktionär, dem italienischen Medienkonzern MediaForEurope (MFE) unter Kontrolle der Berlusconi-Familie, sowie der tschechischen PPF-Gruppe als zweitem Großaktionär genau beobachtet. MFE, das bereits knapp 30 Prozent der Anteile an ProSiebenSat.1 hält – knapp unter der Schwelle, die ein Pflichtangebot auslösen würde – hat bereits eine Finanzierung von 3,4 Milliarden Euro für eine mögliche Übernahme gesichert. Der Konzern drängt schon länger darauf, dass ProSiebenSat.1 nicht zum Kerngeschäft gehörende Vermögenswerte verkauft, um den Schuldenberg zu reduzieren. Die geplante Wandelanleihe für General Atlantic könnte jedoch bei einer Umwandlung zu einer Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre führen – ein Aspekt, der möglicherweise zur Zurückhaltung des Aufsichtsrats beigetragen hat.


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