Jahrelang schwebte die unklare Rechtslage wie ein Damoklesschwert über dem Kryptomarkt. Nun haben die US-Aufsichtsbehörden SEC und CFTC einen historischen Schlussstrich unter die Debatte gezogen und Bitcoin offiziell als Rohstoff eingestuft. Während diese regulatorische Klarheit langfristig Rückenwind verspricht, blicken Anleger kurzfristig nervös auf die heutige Zinsentscheidung der US-Notenbank.

Ende der rechtlichen Grauzone

Die US-Börsenaufsicht SEC hat unter ihrem Vorsitzenden Paul Atkins eine fundamentale Kehrtwende vollzogen. In einem gemeinsamen Memorandum mit der CFTC wurde festgelegt, dass digitale Assets wie Bitcoin und Ethereum eindeutig als digitale Rohstoffe (Commodities) gelten. Damit fällt die Aufsicht in den Zuständigkeitsbereich der CFTC.

Für die Branche endet eine lähmende Phase der Unsicherheit. Zwischen 2021 und 2024 hatte die SEC noch versucht, den Markt primär durch Klagen und Strafverfolgung zu regulieren. Die neue, regelbasierte Auslegung befreit insbesondere Bitcoin-Miner von zentralen rechtlichen Risiken und schafft eine verlässliche Basis für zukünftige Entwicklungen.

Der Blick richtet sich auf die Fed

Trotz dieser positiven Grundsatzentscheidung bleibt die kurzfristige Stimmung angespannt. Im Fokus steht die heutige Sitzung der US-Notenbank Fed. Eine Zinspause im Bereich von 3,50 bis 3,75 Prozent gilt am Markt als nahezu sicher. Die eigentliche Musik spielt jedoch bei den aktualisierten Wirtschaftsprognosen und dem sogenannten Dot Plot.

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Notenbankchef Jerome Powell muss erstmals neue Faktoren wie den Iran-Konflikt und globale Zölle in den Ausblick integrieren. Historisch gesehen reagierte Bitcoin auf sieben der letzten acht Fed-Sitzungen mit Kursverlusten. Dieses klassische Muster mahnt auch diesmal zur Vorsicht, da Marktteilnehmer dazu neigen, im Vorfeld von Zinsentscheidungen Risiken abzubauen.

Institutionelles Geld stützt den Kurs

Aktuell notiert die Kryptowährung bei rund 74.094 US-Dollar und sucht nach einer klaren Richtung. Ein erster Versuch, die Marke von 75.000 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, scheiterte zuletzt an alten technischen Widerständen aus dem Vorjahr.

Gestützt wird der Markt derweil von anhaltendem institutionellem Interesse. Allein im März verzeichneten die US-Spot-ETFs Nettomittelzuflüsse von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Mit kumulierten Zuflüssen von über 55 Milliarden US-Dollar ist Bitcoin fest in den Portfolios großer Vermögensverwalter verankert, was die Sensibilität für makroökonomische Entscheidungen weiter erhöht.

Der heutige Handelstag steht somit unter einem doppelten Vorzeichen. Die regulatorische Einstufung als Rohstoff untermauert das Fundament des Netzwerks für die kommenden Jahre. Die unmittelbare Kursreaktion wird jedoch um 14:30 Uhr US-Ostküstenzeit entschieden, wenn Jerome Powell vor die Presse tritt. Eine Kombination aus unerwartet hartnäckigen Inflationsdaten und restriktiven Äußerungen der Notenbank bildet dabei das größte kurzfristige Risiko für die weitere Preisentwicklung.

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