Procter & Gamble Aktie: Wellness-Offensive
Procter & Gamble setzt auf die wachsende Bedeutung von Darmgesundheit und übernimmt die Marke Wonderbelly. Die Akquisition erweitert das Portfolio im Bereich Personal Health Care – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern mit verhaltenen Quartalszahlen kämpft. Kann der strategische Schritt neue Impulse setzen?
Clean-Label-Trend im Visier
Mit Wonderbelly holt sich P&G eine Marke ins Haus, die auf rezeptfreie Verdauungshilfen ohne künstliche Farbstoffe, Titandioxid, Talkum und Süßstoffe setzt. Die Zielgruppe: 25- bis 39-Jährige, die auf transparente Inhaltslisten Wert legen. Laut Innova Market Research stufen 59 Prozent der Verbraucher Darmgesundheit derzeit als prioritär ein.
Die neue Marke ergänzt etablierte Namen wie Metamucil und Pepto Bismol. P&G setzt damit auf einen Markt, der sich zunehmend in Richtung „saubere" Produkte verschiebt – ein Segment, das vor allem jüngere Käufer anspricht.
Quartalszahlen enttäuschen
Die Übernahme folgt auf gemischte Geschäftszahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Der Umsatz kletterte um ein Prozent auf 22,2 Milliarden US-Dollar, das organische Wachstum blieb jedoch flach. Beim Gewinn je Aktie ging es abwärts: 1,78 US-Dollar nach 1,88 US-Dollar im Vorjahresquartal.
Das Management hat die Jahresprognose für das Gewinnwachstum auf ein bis sechs Prozent angepasst. Das schwierige Marktumfeld hinterlässt Spuren – Analysten von TD Cowen stuften die Aktie diese Woche auf „Hold" herab und setzten ein Kursziel von 156 US-Dollar. UBS zeigt sich optimistischer und hob das Ziel auf 170 US-Dollar an.
Aktie im Aufwind
Die Aktie schloss am 29. Januar bei 149,90 US-Dollar und legte damit um 1,74 Prozent zu. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund sechs Prozent zu Buche. Vom 52-Wochen-Hoch bei 167,60 US-Dollar trennen die Papiere knapp elf Prozent.
Parallel sorgt ein regionaler Rückruf für Aufmerksamkeit: Die FDA meldete eine Klasse-II-Warnung für bestimmte P&G-Produkte wie DayQuil und Pringles, die über den Dritthändler Gold Star Distribution im Mittleren Westen vertrieben wurden. Grund sind hygienische Mängel beim Händler – nicht beim Hersteller selbst.
Die Wonderbelly-Akquisition zeigt: P&G setzt auf gezieltes Portfoliowachstum in Nischenmärkten, während das Kerngeschäft unter Druck steht. Ob die Wellness-Offensive mittelfristig Wachstumsimpulse liefert, hängt davon ab, wie schnell sich das Verbraucherverhalten in Richtung Premium-Gesundheitsprodukte verschiebt.
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