Procter & Gamble Aktie: Gefährdete Zukunft?
Procter & Gamble gilt an der Börse oft als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten. Doch die jüngsten Quartalszahlen des Konsumgüterriesen zeigen Risse in der Fassade. Während der Gewinn die Erwartungen erfüllte, verfehlte der Umsatz die Prognosen der Wall Street. Verantwortlich dafür ist vor allem eine spürbare Kaufzurückhaltung im wichtigen US-Heimatmarkt, die Investoren nun genau beobachten.
Konsumenten treten auf die Bremse
Der Konzern aus Cincinnati meldete für das zweite Geschäftsquartal (endet 31. Dezember 2025) einen Umsatz von 22,2 Milliarden US-Dollar. Das entspricht zwar einem leichten Anstieg von einem Prozent gegenüber dem Vorjahr, blieb aber unter den Erwartungen der Analysten. Besonders aussagekräftig ist die Entwicklung der organischen Umsätze – bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe stagnierten diese im Jahresvergleich komplett.
Der Hauptgrund für die Dämpfung liegt in den USA. Die Verbraucher agieren dort weiterhin vorsichtig, was sich direkt auf die Absatzmengen auswirkt. Während Lateinamerika (+8 %) und Europa (+6 %) organisch wuchsen, drückte die schwache Nachfrage in Nordamerika auf die Gesamtbilanz. Dies schlug sich auch in den Margen nieder: Die Bruttomarge sank um 120 Basispunkte auf 51,2 Prozent, das operative Ergebnis ging sogar um 7 Prozent zurück.
Lichtblick Pflege, Schatten bei Familienprodukten
Ein Blick in die Segmente offenbart ein zweigeteiltes Bild. Die Sparten "Beauty" und "Health Care" konnten den Umsatz jeweils um 5 Prozent steigern, getrieben durch Volumenwachstum bei Haarpflegeprodukten.
Sorgenkind war hingegen das Segment "Baby, Feminine & Family Care". Hier brach das Volumen um 5 Prozent ein, der Umsatz sank um 3 Prozent. Neben der allgemeinen Konsumschwäche gibt es hierfür jedoch einen technischen Grund: Im Vorjahresquartal hatten Einzelhändler ihre Lagerbestände in Erwartung möglicher Hafenstreiks massiv aufgestockt, was den aktuellen Vergleich erschwert.
Ergebnis durch Umbaukosten gedrückt
Unter dem Strich fiel der verwässerte Gewinn pro Aktie um 5 Prozent auf 1,78 US-Dollar. Hier machten sich vor allem höhere Kosten für Restrukturierungsmaßnahmen bemerkbar. Der bereinigte Kerngewinn (Core EPS) lag mit 1,88 US-Dollar jedoch auf Vorjahresniveau und übertraf die Konsensschätzungen von 1,86 US-Dollar leicht.
Trotz der gemischten operativen Entwicklung hält P&G an seiner aktionärsfreundlichen Politik fest. Im abgelaufenen Quartal flossen 4,8 Milliarden US-Dollar über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Anteilseigner zurück. Die Aktie notiert aktuell bei 150,38 US-Dollar und hält sich damit trotz der Nachrichtenlage mit einem Plus von rund 6 Prozent seit Jahresanfang stabil.
Management setzt auf zweites Halbjahr
Trotz des Gegenwinds hält die Unternehmensführung an ihrer Prognose für das organische Umsatzwachstum und den bereinigten Gewinn für das Gesamtjahr 2026 fest. Lediglich die Erwartung für den Gewinn nach GAAP wurde aufgrund der Restrukturierungskosten leicht nach unten korrigiert (nun 1 bis 6 Prozent Wachstum).
CEO Shailesh Jejurikar zeigte sich zuversichtlich, dass Innovationen und Investitionen in der zweiten Geschäftsjahreshälfte für bessere Ergebnisse sorgen werden. Ob diese Strategie aufgeht, wird sich spätestens am 17. April 2026 zeigen, wenn P&G die Zahlen für das dritte Quartal vorlegt.
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