Procter & Gamble gilt an der Wall Street oft als verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten. Doch aktuell sendet der Konsumgüter-Riese widersprüchliche Signale, die Anleger verunsichern. Während die Dividende weiterhin attraktiv bleibt, sorgen eine gesenkte Prognose und eine frische Herabstufung für Skepsis. Ist die Wachstumsstory des "Dividend King" vorerst ins Stocken geraten?

Gegenwind von der Analystenseite

Die Stimmung für die Procter & Gamble Aktie hat sich zur Wochenmitte merklich abgekühlt. Verantwortlich dafür ist primär das Analysehaus TD Cowen, das sein Rating am Dienstag von „Buy“ auf „Hold“ senkte. Zwar hoben die Experten das Kursziel leicht auf 156,00 USD an, signalisieren damit aber kaum noch Aufwärtspotenzial vom aktuellen Niveau um die 149 USD.

Diese Einschätzung steht im direkten Kontrast zum Optimismus von JPMorgan. Die Großbank hatte den Titel erst wenige Tage zuvor auf „Overweight“ mit einem Ziel von 165,00 USD hochgestuft. Diese Uneinigkeit unter den Experten spiegelt die aktuelle Orientierungslosigkeit des Marktes wider, die auch durch institutionelle Bewegungen untermauert wird: AGP Franklin LLC reduzierte seine Beteiligung laut Berichten vom 28. Januar massiv um rund 81,3 Prozent.

Zahlenwerk mit Schönheitsfehlern

Hinter der Zurückhaltung stecken die gemischten Ergebnisse des zweiten Geschäftsquartals, die am 22. Januar veröffentlicht wurden. Zwar konnte Procter & Gamble beim Gewinn pro Aktie die Erwartungen leicht übertreffen, doch der Umsatz blieb mit 22,2 Milliarden USD hinter den Prognosen zurück.

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Schwerer wiegt jedoch der Ausblick: Das Management musste die Wachstumsprognose für den Jahresgewinn je Aktie deutlich korrigieren. Statt der ursprünglich angepeilten 3 bis 9 Prozent rechnet der Konzern nun nur noch mit einem Zuwachs von 1 bis 6 Prozent.

Ursache für diese Korrektur sind steigende Restrukturierungskosten. P&G bereinigt derzeit sein Portfolio und zieht sich aus unrentablen Geschäftsfeldern zurück, darunter bestimmte Waschmittel-Sparten in Überseemärkten. Was langfristig die Margen sichern soll, drückt kurzfristig auf die Bilanz.

Dividende als Trostpflaster

Trotz der gedämpften Wachstumsaussichten bleibt die Dividende das stärkste Argument für konservative Anleger. Mit einer annualisierten Ausschüttung von rund 4,23 USD bietet die Aktie aktuell eine Rendite von ca. 2,9 Prozent. Allerdings deutet die Ausschüttungsquote von rund 62 Prozent darauf hin, dass künftige Erhöhungen stark vom Erfolg der laufenden Sparmaßnahmen abhängen werden.

Technisch betrachtet steckt die Aktie in einer Konsolidierungsphase fest. Der Bereich zwischen 150 und 152 USD hat sich als hartnäckiger Widerstand etabliert, den das Papier ohne neue Impulse kaum überwinden dürfte. Nach unten hin dient die Marke von 144 USD, wo nach den Quartalszahlen Käufer in den Markt traten, als wichtige Unterstützung. Für eine nachhaltige Trendwende muss das Management in den kommenden Monaten beweisen, dass die aktuellen Belastungen tatsächlich nur temporärer Natur sind.

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