Procter & Gamble Aktie: Margen unter Druck
Procter & Gamble liefert im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2026 ein Bild mit Licht und Schatten: Der Konzern hält an seiner Jahresprognose fest, doch die Profitabilität bekommt Gegenwind. Verantwortlich sind vor allem höhere Kosten und zusätzliche Restrukturierungsaufwendungen. Was sagt das über die Preissetzungsmacht in einem anspruchsvollen Konsumumfeld aus?
Durchwachsene Quartalszahlen
Für das Quartal bis Ende Dezember 2025 meldete Procter & Gamble einen Umsatz von 22,2 Mrd. US-Dollar – ein Plus von 1% gegenüber dem Vorjahr. Organisch, also bereinigt um Währungseffekte und Zukäufe, trat das Wachstum allerdings auf der Stelle.
Beim Ergebnis wird die Kluft zwischen „berichteten“ und „bereinigten“ Zahlen sichtbar: Das verwässerte Ergebnis je Aktie sank um 5% auf 1,78 US-Dollar. Als Hauptgrund nannte das Management zusätzliche Restrukturierungskosten. Das bereinigte (Core-)Ergebnis je Aktie blieb dagegen unverändert bei 1,88 US-Dollar.
Spürbarer Kostendruck – und ein schwaches Segment
Der Druck zeigt sich besonders bei den Margen. Die Bruttomarge ging um 120 Basispunkte auf 51,2% zurück. Das operative Ergebnis fiel um 7% auf 5,37 Mrd. US-Dollar, die operative Marge sank um 200 Basispunkte auf 24,2%. Gestiegene Herstellungskosten (+4%) sowie höhere Vertriebs- und Verwaltungskosten (+5%) trugen zur Einengung bei.
Im Segmentbild lief es nicht überall gleich:
- Beauty: Umsatz +5% auf 4,04 Mrd. US-Dollar
- Health Care: Umsatz +5% auf 3,41 Mrd. US-Dollar
- Grooming: Umsatz +2% auf 1,79 Mrd. US-Dollar
- Fabric & Home Care: Umsatz +1% auf 7,69 Mrd. US-Dollar
- Baby, Feminine & Family Care: Umsatz -3% auf 5,12 Mrd. US-Dollar
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Procter & Gamble?
Auffällig: Baby, Feminine & Family Care war der klare Ausreißer nach unten – hier gingen laut Bericht sowohl Umsatz als auch Ergebnis zurück.
Prognose bleibt – Dividende steigt
Trotz des gemischten Quartals bestätigte Procter & Gamble die Ziele für das Gesamtjahr: Umsatzwachstum, Entwicklung des bereinigten Ergebnisses je Aktie und Kapitalrückflüsse an die Aktionäre. Anpassungen gab es beim GAAP-Ergebnis je Aktie – dort werden die Restrukturierungskosten explizit in der Erwartung berücksichtigt.
Operativ bleibt der Cashflow eine Stütze: Der operative Cashflow lag im Quartal bei 4,97 Mrd. US-Dollar. Der bereinigte Free Cashflow erreichte 3,81 Mrd. US-Dollar, was einer Free-Cashflow-Produktivität von 88% entspricht. Im ersten Halbjahr summierte sich der operative Cashflow auf 10,38 Mrd. US-Dollar.
Passend dazu erhöhte der Konzern am 13. Januar die Quartalsdividende auf 1,0568 US-Dollar je Aktie, zahlbar am 17. Februar 2026 – das ist das 69. Jahr in Folge mit einer Dividendenerhöhung.
Auch an der Börse ist das Bild eher stabil als euphorisch: Der Titel liegt in den vergangenen 30 Tagen zwar im Plus, notiert aber weiterhin spürbar unter dem 52‑Wochen‑Hoch. Entscheidend wird sein, ob Procter & Gamble die Kostenbasis (inklusive Restrukturierung) so in den Griff bekommt, dass sich die Margen in den kommenden Quartalen wieder fangen – ohne dass das organische Wachstum weiter ins Stocken gerät.
Procter & Gamble-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Procter & Gamble-Analyse vom 31. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Procter & Gamble-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Procter & Gamble-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Procter & Gamble: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








