Der Sportwagenbauer aus Stuttgart hat heute seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt – und die haben es in sich. Ein Gewinneinbruch von über 90 Prozent, eine halbierte Dividende und ein Ausblick, der Analysten aufhorchen lässt. Schafft das Unternehmen unter seinem neuen Chef die Wende?

Der Nettogewinn brach 2025 auf gerade noch 310 Millionen Euro ein – nach fast 3,6 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Der operative Gewinn kollabierte ebenfalls: Von einst üppigen Margen blieb im reinen Fahrzeuggeschäft ein operatives Ergebnis von lediglich 90 Millionen Euro übrig. Hauptverantwortlich dafür war ein Sonderlastenpaket von insgesamt rund 3,9 Milliarden Euro – bestehend aus der teuren Abkehr von der reinen Elektrostrategie (rund 2,4 Milliarden Euro), der Abwicklung der Batterie-Tochter (rund 700 Millionen Euro) sowie US-Zöllen in ähnlicher Größenordnung.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Porsche SE?

Vorsichtiger Blick nach vorn

Für 2026 rechnet das Management mit einer Umsatzrendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent – eine Spanne, die den Markt sichtlich enttäuschte. Analysten hatten im Schnitt knapp 8 Prozent erwartet. Hinzu kommen erneut Sonderkosten im hohen dreistelligen Millionenbereich, die die laufende Neuausrichtung mit sich bringt. Jefferies-Analyst Philippe Houchois schätzt, dass allein diese Belastungen die operative Marge um zwei Prozentpunkte oder mehr drücken dürften – und spricht offen von einem trüben Ausblick. Der Umsatz soll sich 2026 zwischen 35 und 36 Milliarden Euro bewegen.

Die Aktie reagierte dennoch mit einem leichten Plus von rund 1,4 Prozent auf 38,44 Euro – eine Fortsetzung der Erholung nach dem Iran-bedingten Kurseinbruch der Vorwoche. Offenbar hatten Teile des Marktes bereits schlimmere Nachrichten eingepreist. RBC-Analyst Tom Narayan etwa hatte nach eigener Aussage damit gerechnet, dass die Erwartungen zuletzt zu optimistisch waren.

Umbau mit offenem Ende

Neuer Chef Michael Leiters – zuvor bei Ferrari und McLaren tätig – hat ehrgeizige Pläne angekündigt: schlankere Führungsstrukturen, weniger Hierarchien, ein erweitertes Produktportfolio in margenstarken Segmenten oberhalb des bestehenden Lineups. Eine neue Konzernstrategie bis 2035 soll im Herbst vorgestellt werden. Das Ziel ist klar: nicht mehr Volumen, sondern mehr Profitabilität.

Doch der Umbau hat seinen Preis – auch für die Belegschaft. Zu den bereits weggefallenen rund 3.900 Stellen sollen weitere Kürzungen hinzukommen. Konkrete Zahlen nannte Leiters nicht, verwies aber auf laufende Gespräche mit den Sozialpartnern, die er als konstruktiv bezeichnete. Details zum geplanten Zukunftspaket sollen folgen – ein Termin steht bislang nicht fest.

Porsche SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Porsche SE-Analyse vom 11. März liefert die Antwort:

Die neusten Porsche SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Porsche SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 11. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Porsche SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...