Plug Power hat im vierten Quartal 2025 erstmals seit Jahren eine positive Bruttomarge erzielt – ein echter Meilenstein für das Wasserstoffunternehmen. Gleichzeitig steht ein neuer CEO am Steuer, und Klagen wegen Wertpapierbetrugs belasten das Bild. Ist das der Beginn einer nachhaltigen Wende?

Die Antwort ist: möglicherweise – aber mit erheblichen Vorbehalten.

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Die Zahlen hinter dem Meilenstein

Der Jahresumsatz 2025 stieg um 12,9 Prozent auf 709,9 Millionen Dollar und übertraf damit die Analystenerwartungen leicht. Entscheidender ist jedoch die Entwicklung beim Bruttoergebnis: Im vierten Quartal erzielte Plug Power einen Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar – das entspricht einer Bruttomarge von 2,4 Prozent. Ein Jahr zuvor stand an gleicher Stelle noch ein Bruttoverlust von 233 Millionen Dollar.

Zum Wachstum trugen vor allem die GenEco-Elektrolyseure bei, die 2025 mit 187 Millionen Dollar einen Rekordumsatz lieferten. Weltweit wurden über 300 Megawatt dieser Systeme auf sechs Kontinenten ausgeliefert – ein Zeichen, dass die Technologie kommerziell angenommen wird.

Hinter den verbesserten Zahlen steckt das interne Sparprogramm „Project Quantum Leap": Stellenabbau, Standortkonsolidierungen, Preiserhöhungen bei bestimmten Produkten und ein reduzierter Kapitalbedarf sollen die Margen dauerhaft verbessern.

Neuer CEO, neue Ziele – und eine Klage

Anfang März übernahm Jose Luis Crespo das Ruder von Gründungs-CEO Andy Marsh. Crespo war zuvor als President und Chief Revenue Officer für Vertrieb und kommerzielle Strategie verantwortlich. Das Management hat konkrete Etappenziele formuliert: positives EBITDAS im vierten Quartal 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027 und vollständige Profitabilität bis Ende 2028.

Allerdings ist das kein neues Versprechen. Plug Power prognostiziert seit über einem Jahrzehnt den Sprung in die Gewinnzone – bisher ohne Erfolg. Zum Vergleich: Wettbewerber Bloom Energy erwirtschaftet bereits regelmäßig positive Bruttomargen und operativen Cashflow.

Zusätzlich belastet eine Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs das Unternehmen. Kläger werfen Plug Power und mehreren Führungskräften vor, Anleger über die Aussichten auf Fördermittel des US-Energieministeriums und den Bau von Wasserstoffproduktionsanlagen getäuscht zu haben. Der größte Kurseinbruch im Zusammenhang mit diesen Vorwürfen ereignete sich am 14. November 2025 mit einem Tagesrückgang von 17 Prozent. Das Verfahren läuft vor dem US-Bezirksgericht im Northern District of New York; die Frist für Anleger, sich als Hauptkläger zu bewerben, endet am 3. April 2026.

Liquidität gesichert, Risiken bleiben

Eine kürzlich abgeschlossene Schuldenumstrukturierung hat die Bilanz stabilisiert. Plug Power verfügt nach eigenen Angaben über 368,5 Millionen Dollar in frei verfügbaren Mitteln – genug, um 2026 ohne neue Kapitalerhöhung zu überbrücken. Das nimmt zumindest den unmittelbaren Druck vom Tisch.

Ob die Margenverbesserung aus dem vierten Quartal 2025 kein Einmaleffekt war, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen. Parallel dazu wird der Ausgang der Wertpapierklagen maßgeblich beeinflussen, wie Investoren das Chancen-Risiko-Profil der Aktie einschätzen.

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