Der Stuttgarter Sportwagenbauer vollzieht eine kostspielige Kehrtwende bei seinem künftigen Flaggschiff-Modell. Statt rein elektrisch wird das geplante K1-SUV nun mit V8- und V6-Verbrennermotoren auf den Markt kommen. Dieser strategische Kurswechsel reagiert auf die schwächelnde E-Auto-Nachfrage, reißt jedoch ein empfindliches Loch in die aktuelle Bilanz.

Abkehr vom reinen Elektro-Flaggschiff

Ursprünglich sollte das für 2028 geplante, siebensitzige K1-Modell als rein elektrisches Aushängeschild dienen. Verzögerungen bei der Software-Entwicklung der VW-Plattform und ein abkühlendes Kundeninteresse an Stromern zwingen das Management nun zum Umdenken. Das SUV teilt sich künftig die Verbrenner-Plattform mit dem kommenden Audi Q9. Eine rein elektrische Variante ist laut Insidern erst für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen.

Diese Neuausrichtung hat ihren Preis: Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 verbuchte Porsche außerordentliche Aufwendungen von insgesamt 3,9 Milliarden Euro, wovon allein 2,4 Milliarden auf die geänderte Produktstrategie entfielen. Das operative Konzernergebnis schrumpfte dadurch drastisch von 5,64 Milliarden auf lediglich 413 Millionen Euro. An der Börse spiegelt sich diese Belastung deutlich wider. Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 20,8 Prozent im Minus und ging gestern bei 37,54 Euro aus dem Handel.

Kostendruck zwingt zu Einschnitten

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Der finanzielle Druck erfasst mittlerweile auch die Kernprodukte des Unternehmens. CEO Michael Leiters prüft derzeit, ob die Baureihen Panamera und Taycan künftig stärker zusammengelegt werden können, um durch Teilegleichheit die Entwicklungskosten zu senken.

Parallel dazu kämpft Porsche mit regionalen Verschiebungen. Während die USA mit einem Drittel der Verkäufe der wichtigste Absatzmarkt bleiben, verliert die Marke in China spürbar an Boden. Der anhaltende Preiskampf im dortigen Luxussegment erschwert das Geschäft massiv. Aktionäre spüren die Folgen der strategischen Umbauten direkt bei der Gewinnausschüttung: Die Dividende wird für das abgelaufene Jahr auf 1,01 Euro je Vorzugsaktie gekürzt.

Margenziele für 2026 unter Druck

Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechnet das Management weiterhin mit herausfordernden Marktbedingungen. Geopolitische Unsicherheiten und anhaltende US-Zölle dämpfen die Erwartungen. Bei einem prognostizierten Umsatzkorridor von 35 bis 36 Milliarden Euro peilt Porsche lediglich eine operative Rendite zwischen 5,5 und 7,5 Prozent an. Den ersten konkreten Einblick, wie sich die Neuausrichtung operativ auswirkt, liefert das Unternehmen am 29. April mit der Vorlage der Quartalszahlen.

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