Kurz vor zwei wegweisenden Terminen stellt Bayer die Führung seines wichtigsten Pharmamarkts neu auf. Zum 1. Mai 2026 übernimmt Nelson Ambrogio den Posten des President of Bayer U.S. Pharmaceuticals — in einem Moment, der für den Konzern kaum heikler sein könnte.

Ambrogio leitete seit April 2024 Bayers globales Radiologiegeschäft und sorgte dort nach Unternehmensangaben für deutliches Wachstum. Zuvor verantwortete er die Onkologie- und Frauengesundheitssparte. Sein Vorgänger Sebastian Guth rückt als COO in eine übergeordnete Rolle auf und bleibt für alle globalen Märkte zuständig. Ambrogio wird künftig direkt an ihn berichten.

Pharma-Pipeline als Fundament

Die USA gelten bei Bayer als größter und am schnellsten wachsender Pharmamarkt. Ambrogio übernimmt die Verantwortung für Therapiegebiete wie Prostatakrebs, Kardiologie und Frauengesundheit — sowie für den Aufbau des Portfolios in der Sekundärprävention nach Schlaganfall.

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Rückenwind kommt aus der eigenen Pipeline: Kerendia steigerte seinen Umsatz im vierten Quartal 2025 um knapp 93 Prozent auf 264 Millionen Euro. Das Mittel erhielt zudem in der EU eine Zulassungserweiterung für Herzinsuffizienz-Patienten. Parallel treibt Bayer das MRT-Kontrastmittel Gadoquatrane voran — Japan erteilte Ende März die weltweit erste Zulassung, Anträge in den USA, der EU und China laufen.

Barclays bestätigt das Bild mit einem „Overweight"-Rating und einem Kursziel von 48 Euro. Die UBS setzt die Messlatte noch höher: 52 Euro, Kaufempfehlung, Stand 26. März.

Rechtsrisiken überschatten operative Stärke

Die operativen Fortschritte treffen auf ein nach wie vor schwieriges Umfeld. Das Geschäftsjahr 2025 schloss Bayer mit einem Nettoverlust von 3,62 Milliarden Euro ab — belastet durch hohe Sonderaufwendungen für laufende Rechtsstreitigkeiten. Für 2026 erwartet der Konzern auf währungsbereinigter Basis ein Umsatzwachstum von null bis drei Prozent.

Am 27. April beginnen vor dem US Supreme Court die mündlichen Verhandlungen zu den Glyphosat-Klagen, das Urteil wird für die zweite Junihälfte erwartet. Knapp zwei Wochen später, am 12. Mai, folgen die Quartalszahlen. Der Führungswechsel setzt damit ein personelles Signal unmittelbar vor einer Phase, in der sich entscheidet, wie viel Spielraum Bayer für seine Wachstumsambitionen tatsächlich hat.

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