Michael Leiters ist seit Jahresbeginn als neuer CEO der Porsche AG im Amt – doch sein Start wird überschattet. In den USA muss der Sportwagenbauer rund 173.000 Fahrzeuge zurückrufen. Ein Softwarefehler beeinträchtigt die Funktion der Rückfahrkamera. Die Aktie reagiert verhalten und notiert bei 46,50 Euro.

Die Eckpunkte:
- Rückruf von 173.000 Porsche-Fahrzeugen in den USA wegen Softwareproblem
- Michael Leiters seit 1. Januar 2026 neuer Vorstandschef
- Kurs kämpft um Bodenbildung im Bereich 46-48 Euro
- JPMorgan sieht Kursziel bei 58 Euro

Software-Problem trifft Premium-Anspruch

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA bestätigte den Rückruf. Betroffen sind verschiedene Modellreihen, bei denen die Rückfahrkamera-Anzeige fehlerhaft sein kann. Der Defekt ist Teil einer größeren Problematik im Volkswagen-Konzern, die insgesamt über 500.000 Fahrzeuge erfasst.

Für Porsche wiegt die Nachricht schwer. Software-Updates lassen sich zwar oft schnell aufspielen, doch der Imageschaden bei einer Luxusmarke ist nicht zu unterschätzen. Dass die Meldung ausgerechnet in einer fragilen Kursphase kommt, verstärkt den Druck auf die neue Führung.

Leiters muss schnell liefern

Der frühere Ferrari- und McLaren-Manager Leiters hat Oliver Blume abgelöst, der sich nun auf den Volkswagen-Konzern konzentriert. Investoren erwarten von ihm eine Schärfung des Luxusprofils und eine Lösung für die schwächelnde China-Nachfrage.

Die Doppelspitze ist Geschichte – das wird positiv bewertet. Doch Leiters steht unter Zugzwang. Die aktuellen Qualitätsprobleme muss er rasch in den Griff bekommen, will er das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen.

Charttechnik: Widerstand bei 48 Euro

Technisch versucht die Aktie einen Boden auszubilden. Markttechniker identifizieren bei 48,50 und 50 Euro massive Widerstände. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte eine inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation vollenden und ein Kaufsignal liefern. Nach unten gilt der Bereich um 45 Euro als wichtige Unterstützung.

JPMorgan bestätigte zuletzt das Rating "Overweight" mit Kursziel 58 Euro – das entspräche einem Aufwärtspotenzial von rund 25 Prozent.

Für die kommenden Wochen wird entscheidend sein, wie schnell Leiters operative Erfolge vorweisen kann. Gelingt die Qualitätsoffensive, könnte das aktuelle Kursniveau attraktiv sein. Bis dahin bleibt die Aktie volatil.

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