Der Einbruch des Heimatmarkts zwingt BYD zum Umdenken. Während der Umsatz 2025 auf einen Rekordwert von umgerechnet rund 116 Milliarden US-Dollar kletterte und damit erstmals Tesla überflügelte, fiel der Nettogewinn um 19 Prozent auf 32,6 Milliarden Yuan — der erste Gewinnrückgang seit 2021. Die Zahlen erzählen von einem Unternehmen, das wächst und gleichzeitig unter Druck gerät.

Heimatmarkt unter Druck

Der Rückgang ist vor allem hausgemacht. Im vergangenen Jahr sanken die inländischen Fahrzeugauslieferungen um fast 8 Prozent auf rund 3,56 Millionen Einheiten. Zum Jahresbeginn 2026 verschärfte sich die Lage erheblich: In den ersten beiden Monaten brachen die Inlandsverkäufe um 58 Prozent auf knapp 200.000 Einheiten ein — hauptsächlich weil Peking zum Jahresende 2025 Subventionen für Elektrofahrzeuge zurückgefahren hatte. Die Bruttomarge schrumpfte von 19,44 auf 17,74 Prozent. Analysten der Citigroup warnten, das Inlandsgeschäft könnte kurzfristig in die Verlustzone rutschen.

BYD selbst reagiert mit einer klaren Positionierung: Man wolle nicht über den Preis konkurrieren, sondern über Technologie und Innovation. Passend dazu brachte das Unternehmen Anfang März die zweite Generation seiner Blade-Batterie auf den Markt — mit einer Reichweite von über 1.000 Kilometern und einer Ladezeit von zehn auf 70 Prozent in fünf Minuten. Bis Ende 2026 sollen 20.000 Schnellladestationen in China folgen, ab 2027 auch international.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei BYD?

Ausland als Gegengewicht

Was einst als Wachstumsziel galt, ist inzwischen strategische Notwendigkeit: BYD peilt für 2026 den Absatz von 1,5 Millionen Fahrzeugen außerhalb Chinas an — 15 Prozent mehr als das ursprünglich kommunizierte Ziel von 1,3 Millionen. Das Unternehmen zeigte sich auf dem Analystenmeeting am Montag "hochzuversichtlich", diesen Wert zu erreichen oder zu übertreffen.

Die Dynamik stimmt. Im Jahr 2025 verkaufte BYD erstmals über eine Million Fahrzeuge im Ausland, ein Anstieg von 151 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In den ersten zwei Monaten 2026 legten die Exporte um mehr als 50 Prozent auf 201.082 Einheiten zu. Der Auslandsanteil am Gesamtabsatz verdoppelte sich 2025 auf 22,7 Prozent — und kletterte im Januar und Februar auf rund 50 Prozent.

Lokale Produktion soll diesen Kurs absichern. Werke in Brasilien, Ungarn, der Türkei, Thailand und Indonesien sind bereits in Betrieb oder im Bau. Die Fabriken in Europa und Indonesien sollen im März oder April dieses Jahres die Serienproduktion aufnehmen. In Europa überholte BYD Tesla im Februar bereits zum zweiten Mal in Folge: 17.954 Neuzulassungen standen 17.664 für Tesla gegenüber.

Ölpreisschock als unerwarteter Rückenwind

Einen zusätzlichen Schub liefert der globale Energiemarkt. Infolge des Iran-Kriegs sind die Ölpreise stark gestiegen — was die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ankurbeln dürfte. Die in Hongkong notierte BYD-Aktie legte im März knapp 12 Prozent zu und gehört damit zu den stärksten Werten im Hang Seng Tech Index. Für das zweite Quartal entscheidet sich, ob das Tempo beim Auslandsausbau und die Technologieinvestitionen die Margenerosion im Heimatmarkt schnell genug ausgleichen können.

BYD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue BYD-Analyse vom 31. März liefert die Antwort:

Die neusten BYD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für BYD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 31. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

BYD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...