Porsche AG Aktie: Aufkommende Stürme?
Die Porsche AG hat ihre Auslieferungszahlen für 2025 vorgelegt – und die sind verheerend. Mit einem globalen Rückgang von 10 Prozent verzeichnet der Sportwagenbauer den stärksten Absatzeinbruch seit der Finanzkrise 2009. Besonders dramatisch: In China brachen die Verkäufe um 26 Prozent ein. Am Dienstag muss das Management im "Pre-Close Call" Antworten liefern.
Die wichtigsten Fakten:
- Weltweit nur 279.449 ausgelieferte Fahrzeuge (-10 % vs. Vorjahr)
- China-Absatz kollabiert auf 41.900 Einheiten (-26 %)
- Europa und Deutschland leiden unter Regulierung (-13 % bzw. -16 %)
- Taycan-Verkäufe brechen um 22 Prozent ein
- Nordamerika hält Niveau nur dank möglicher Vorzieheffekte
China wird zum Bumerang
Das Desaster konzentriert sich auf den einstigen Wachstumsmotor China. Dort sackte der Absatz im vierten Jahr in Folge ab – diesmal auf nur noch 41.900 Fahrzeuge. Verantwortlich sind zwei strukturelle Probleme: die anhaltende Immobilienkrise belastet die kaufkräftige Kundenschicht, während lokale Elektroautobauer wie BYD oder NIO mit aggressiven Preisen und schnellerer Innovation Marktanteile erobern.
Die Abhängigkeit von der Volksrepublik wird Porsche nun zum Verhängnis. Anders als 2009 handelt es sich nicht um eine temporäre Nachfrageschwäche, sondern um einen fundamentalen Wandel der Wettbewerbslandschaft.
Europa: Regulierung zwingt zum Modellstopp
In Deutschland und dem restlichen Europa brachen die Auslieferungen um 16 beziehungsweise 13 Prozent ein. Grund sind die neuen EU-Cybersicherheitsrichtlinien, die Porsche zwangen, die Verbrenner-Varianten des Bestsellers Macan sowie der gesamten 718-Baureihe vorzeitig vom Markt zu nehmen. Eine schmerzhafte Lücke im Modellangebot, die erst 2026 vollständig geschlossen werden kann.
Auch die E-Offensive stockt. Der Taycan verlor 22 Prozent, während der neue Macan Electric mit einem hausgemachten Problem kämpft: Er teilt sich Plattform und nahezu identische Reichweiten (613-641 km WLTP) mit dem deutlich günstigeren Audi Q6 e-tron. Die Kannibalisierung im eigenen Konzern stellt Porsches Preissetzungsmacht auf die Probe.
Dienstag wird entscheidend
Nordamerika konnte das Niveau mit 86.200 Auslieferungen nur knapp halten (+0,1 %). Analysten vermuten jedoch Vorzieheffekte, um drohenden US-Zöllen zuvorzukommen – kein nachhaltiger Erfolg.
Am Dienstag, 20. Januar 2026, um 18 Uhr steht das Management im "Pre-Close Call" unter Zugzwang. Investoren erwarten konkrete Antworten: Wie stark belasten Rabattschlachten in China die operative Marge? Und gibt es Anzeichen für eine Stabilisierung im ersten Quartal durch die volle Verfügbarkeit der E-Modelle?
Die Aktie notiert bei 42,40 Euro und hat seit Jahresbeginn bereits 10 Prozent verloren. Kann das Management keine glaubhafte China-Strategie präsentieren, droht der Test der 40-Euro-Marke.
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