Aktionäre von Plug Power können aufatmen. Der Wasserstoff-Spezialist hat durch eine neue Vereinbarung mit dem Einzelhandelsriesen Walmart ein massives Risiko der Aktienverwässerung beseitigt. Flankiert von einer frischen Kaufempfehlung setzt der Titel seine jüngste Erholung fort, doch der Weg zur Profitabilität bleibt steinig und hängt nun an der strikten Umsetzung der Sparpläne.

Einigung mit Walmart beendet "Equity Overhang"

Die wichtigste Nachricht für die Anleger ist die Neustrukturierung der langjährigen Geschäftsbeziehung zu Walmart. Wie am Dienstag bekannt wurde, hat der Einzelhändler eine Vereinbarung aus dem Jahr 2017 unwiderruflich beendet. Konkret verzichtet Walmart auf alle bestehenden Optionsscheine (Warrants) zum Kauf von Plug-Power-Aktien.

Dieser Schritt ist für die Kapitalstruktur des Unternehmens von entscheidender Bedeutung. Er beseitigt die drohende Verwässerung von rund 42,2 Millionen Aktien. Dieser sogenannte "Equity Overhang" hatte in der Vergangenheit wie ein Deckel auf dem Kurs gelegen, da der Markt ständig mit der Ausgabe neuer Aktien an Walmart rechnen musste.

Im Gegenzug erhält Walmart lediglich eine bedingte Lizenz für bestimmte "GenKey"-Technologien. Diese Lizenz greift jedoch nur in einem extremen Ausfallszenario ("Release Event"), etwa wenn Plug Power seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Das geistige Eigentum verbleibt vollständig bei Plug Power.

Analysten sehen "Project Quantum Leap" als Treiber

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Die verbesserte Stimmung wird durch eine aktuelle Hochstufung der Investmentfirma Clear Street untermauert. Analyst Tim Moore hob sein Rating von "Halten" auf "Kaufen" an und sieht mit einem Kursziel von 3,00 US-Dollar signifikantes Potenzial vom aktuellen Niveau.

Begründet wird der Optimismus primär mit dem internen Sparprogramm "Project Quantum Leap". Das Management zielt darauf ab, die jährlichen Kosten um 150 bis 200 Millionen US-Dollar zu senken. Nach Einschätzung der Analysten ist diese Kostendisziplin der entscheidende Faktor, um die weiterhin angespannte Finanzlage zu stabilisieren. Trotz der positiven Nachrichten kämpfte das Unternehmen zuletzt noch mit negativen Bruttomargen von rund 70 Prozent.

Ausblick und anstehende Termine

Das Management nutzt die heutige Teilnahme an der Goldman Sachs Energy Conference in Miami, um Investoren die strategischen Prioritäten für das Jahr 2026 und den Status der beantragten staatlichen Kredite (DOE Loan) näherzubringen. Operativ meldete das Unternehmen zuletzt Fortschritte durch Projekte in Namibia und Frankreich, was die technologische Relevanz auf internationalen Märkten unterstreicht.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf den 29. Januar 2026. An diesem Termin findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt, bei der unter anderem über das genehmigte Aktienkapital abgestimmt wird. Nach einem Anstieg von rund 29 Prozent in den letzten 30 Tagen auf aktuell 2,39 US-Dollar sorgt der Walmart-Deal kurzfristig für eine sauberere Kapitalstruktur, während die langfristige Wende von der erfolgreichen Exekution der Kostensenkungen abhängt.

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