Plug Power steht gleich an zwei Fronten unter Druck: Mehrere Sammelklagen wegen mutmaßlich irreführender Aussagen zur staatlichen Finanzierung treffen auf einen wichtigen Termin im Finanzkalender. Denn schon in wenigen Tagen legt das Unternehmen Zahlen vor. Wie stark belasten die Vorwürfe die Glaubwürdigkeit – und was sagt das Management zur weiteren Planung?

Worum es in den Klagen geht

In den USA haben mehrere Kanzleien Sammelklagen (Securities-Fraud Class Actions) angestoßen. Im Kern dreht sich der Streit um Aussagen aus der Zeit vom 17. Januar 2025 bis 13. November 2025.

Die Kläger werfen Plug Power vor, die Chancen auf eine Finanzierung über ein Kreditprogramm des US-Energieministeriums (Department of Energy) deutlich zu optimistisch dargestellt zu haben. Außerdem heißt es in den Schriftsätzen, das Unternehmen habe nicht ausreichend offengelegt, dass es die großskaligen Wasserstoff-Produktionsanlagen, die für diese Mittel nötig gewesen wären, letztlich nicht bauen würde. Stattdessen soll der Fokus später auf kleinere Projekte mit geringerer kommerzieller Perspektive gerückt sein – wodurch frühere Aussagen nach Darstellung der Kläger ein anderes Licht bekämen.

Anleger, die Verluste erlitten haben, können sich den Verfahren anschließen. Wer als federführender Kläger auftreten will, muss laut den Hinweisen der Kanzleien bis 3. April 2026 beim Gericht einen entsprechenden Antrag stellen.

Warum das den Kurs belastet

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Die Serie an Klage-Mitteilungen wirkt wie ein ständiger Tropfen auf den Stein: Laut dem Quelltext steht die Aktie auch wegen der anhaltenden Unsicherheit rund um die staatliche Finanzierung unter Abwärtsdruck. Passend dazu zeigt sich das Papier auf Sicht von 30 Tagen deutlich schwächer (rund -19%).

Parallel läuft intern der Versuch, die Firma effizienter aufzustellen. Bereits Anfang 2025 startete Plug Power laut Bericht ein Programm namens „Project Quantum Leap“, das Prozesse straffen und Investitionen stärker auf Bereiche wie Elektrolyseure und Flurfördertechnik ausrichten soll. Genau hier liegt aber auch der Knackpunkt: Marktbeobachter wägen laut Quelltext weiter das Wachstumspotenzial im „grünen Wasserstoff“ gegen die kapitalintensive Umsetzung und die bisherige Umsetzungshistorie ab.

Nächster Fixpunkt: Zahlen am 2. März

Der nächste konkrete Termin ist bereits gesetzt: Plug Power will die Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025 am 2. März 2026 vorlegen. Am selben Tag ist zudem eine Telefonkonferenz mit Webcast für 16:30 Uhr US-Ostküstenzeit angekündigt.

Erwartet wird, dass das Management dort drei Punkte adressiert: den Stand beim DOE-Darlehen, die Risiken aus den laufenden Klagen und die nächsten operativen Schritte. Damit könnte der Termin kurzfristig für mehr Klarheit sorgen – vor allem mit Blick auf Kapitalbedarf und Projekt-Zeitpläne.

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