Plug Power bekommt gleich an mehreren Fronten Gegenwind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung fehlte die nötige Mehrheit für eine zentrale Satzungsänderung, parallel kommen Sammelklagen voran. Für Anleger wird damit vor allem eine Frage wichtiger: Wie flexibel bleibt das Unternehmen bei der Beschaffung frischen Kapitals?

  • Sonderversammlung verfehlt Quorum trotz hoher Zustimmung der abgegebenen Stimmen
  • Nächster Anlauf am 17. Februar
  • Hohe Short-Quote von 30,23% des Free Float
  • Mehrere Sammelklagen rund um Angaben zu einer DOE-Kreditzusage über 1,66 Mrd. US-Dollar

Aktiengenehmigung scheitert am Quorum

Auf der Sonderversammlung am 5. Februar bekam Plug Power die erforderliche Zustimmung für die geplanten Charter-Änderungen nicht zusammen. Zwar stimmten laut Unternehmensangaben vom 30. Januar rund 92,63% (Vorschlag 1) und 89,09% (Vorschlag 2) der abgegebenen Stimmen dafür. Entscheidend war jedoch die niedrige Präsenz: Nur 36,93% bzw. 46,86% der ausstehenden Aktien waren vertreten. Damit wurde die geforderte Mehrheit aller ausstehenden Aktien verfehlt.

Plug Power vertagte die Sitzung auf den 17. Februar, um zusätzliche Stimmen einzusammeln. Laut Trefis gab die Aktie nach dem gescheiterten Votum am 5. Februar um 9,3% nach.

Reverse Split als Plan B

Sollte die Erhöhung der genehmigten Aktien nicht durchgehen, will Plug Power stattdessen einen Reverse Stock Split umsetzen, um wieder mehr Aktien für mögliche Ausgaben zur Verfügung zu haben. Das hätte spürbare Folgen für die Kapitalstruktur und bestehende Aktionäre.

Zusätzlich fällt die hohe Short-Quote ins Gewicht: Nasdaq weist für Anfang Februar eine Short Interest von 30,23% des Free Float aus.

Sammelklagen und operativer Lichtblick

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Für weitere Unruhe sorgen mehrere Kanzleien, die Sammelklagen vorantreiben. Der Vorwurf: irreführende Angaben im Zusammenhang mit einer Kreditzusage des US-Energieministeriums (DOE) über 1,66 Mrd. US-Dollar sowie dazugehörigen Wasserstoff-Projektplänen.

Operativ meldete Plug Power dagegen einen Fortschritt in Europa. Am 4. Februar erfolgte in Rotterdam die erste Wasserstoff-Befüllung für ein Pipeline-Segment von Hynetwork. Geliefert wurden laut Pressemitteilung 32 Tonnen RFNBO-zertifizierter Wasserstoff inklusive zugeschnittener Infrastruktur; der Wasserstoff stammt aus Hy2Gens RFNBO-zertifizierter Atlantis-Anlage.

Zahlen erhöhen den Druck

Finanziell bleibt die Lage angespannt. Laut Motley Fool setzte Plug Power im dritten Quartal 2025 rund 177 Mio. US-Dollar um, dem stand ein Nettoverlust von knapp 364 Mio. US-Dollar gegenüber. Zum Quartalsende lagen die Barmittel bei nur 166 Mio. US-Dollar.

Mit dem Programm „Project Quantum Leap“ will das Unternehmen über 200 Mio. US-Dollar an Kosten einsparen. Ziel ist eine neutrale Bruttomarge bis Ende 2025 sowie ein positives EBITDA bis Ende 2026.

Am 17. Februar steht damit nicht nur eine vertagte Abstimmung an, sondern auch ein wichtiger Test, ob Plug Power die Spielräume für mögliche Kapitalmaßnahmen ohne Umwege sichern kann.

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