Plug Power muss einen herben Dämpfer hinnehmen. Der Plan, die Anzahl der genehmigten Aktien massiv zu erhöhen, scheiterte vorerst am Widerstand oder der fehlenden Beteiligung der Aktionäre. Während das Management nun um jede Stimme kämpft, um die finanzielle Flexibilität des Unternehmens zu sichern, drohen bei einem endgültigen Scheitern drastische Maßnahmen.

Aktionäre blockieren Kapitalpläne

Das außerordentliche Aktionärstreffen am gestrigen Donnerstag endete ohne das vom Management erhoffte Ergebnis. Der zentrale Vorschlag, die Anzahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 Milliarden auf 3 Milliarden zu verdoppeln, verfehlte die erforderliche Mehrheit. Vorläufigen Zählungen zufolge unterstützten lediglich rund 49,40 Prozent der ausstehenden Aktien das Vorhaben. Für Plug Power ist dies problematisch, da die Ausgabe neuer Aktien oft ein zentrales Instrument zur Kapitalbeschaffung für das noch verlustschreibende Unternehmen darstellt.

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Die Reaktion folgte prompt: Um mehr Zeit für die Mobilisierung von Stimmrechten zu gewinnen, wurde die Versammlung auf den 17. Februar 2026 vertagt. Sollte der Vorschlag auch im zweiten Anlauf scheitern, könnte das Unternehmen gezwungen sein, einen Reverse Stock Split (Aktienzusammenlegung) durchzuführen, um seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Unsicherheit belastet den Kurs, der auf Wochensicht bereits über 12 Prozent nachgegeben hat.

Operative Erfolge und rechtliche Hürden

Während auf der Finanzseite Unsicherheit herrscht, meldet das Unternehmen operative Fortschritte in Europa. In Zusammenarbeit mit einer Tochtergesellschaft des niederländischen Gasnetzbetreibers Gasunie wurde im Hafen von Rotterdam die erste Befüllung einer 32 Kilometer langen Wasserstoffpipeline abgeschlossen. Dabei kamen 32 Tonnen zertifizierter grüner Wasserstoff zum Einsatz. Dieses Projekt ist Teil der Initiative, ein europaweites Transportnetz für Wasserstoff aufzubauen.

Dennoch bleibt das Umfeld angespannt. Neben der Finanzierungsfrage sieht sich Plug Power mit juristischen Herausforderungen konfrontiert. Eine kürzlich eingereichte Sammelklage wirft dem Unternehmen irreführende Aussagen bezüglich der Wahrscheinlichkeit eines Darlehens vom US-Energieministerium vor.

Der Blick auf den 17. Februar

Für Anleger richtet sich der Fokus nun vollständig auf die Fortsetzung der Hauptversammlung in knapp zwei Wochen. Das Ergebnis dieser Abstimmung ist entscheidend für die kurz- bis mittelfristige Kapitalstrategie des Wasserstoff-Spezialisten. Gelingt es dem Management nicht, die nötigen Stimmen für die Aktienerhöhung zu sichern, dürften alternative und potenziell schmerzhaftere Finanzierungswege in den Vordergrund rücken.

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