Plug Power läutet am 6. März an der Nasdaq die Schlussglocke – und startet damit in eine neue Ära. Seit dem 2. März führt Jose Luis Crespo als CEO das Unternehmen, zeitgleich meldet der Wasserstoff-Spezialist die höchsten Umsätze seiner Geschichte. Doch die Euphorie wird durch Klagen, verfehlte Erwartungen und eine hartnäckige Skepsis der Analysten gedämpft.

Rekordumsatz und positive Margen

Das Geschäftsjahr 2025 schloss Plug Power mit rund 710 Millionen Dollar Umsatz ab – ein Plus von 12,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür waren vor allem gestiegene Verkaufszahlen bei Elektrolyseuren und eine wachsende internationale Nachfrage. Im vierten Quartal erreichte das Unternehmen erstmals eine positive Bruttomarge, ein Meilenstein auf dem Weg zur angepeilten Profitabilität.

Die GenEco-Elektrolyseure steuerten 2025 Rekorderlöse von 187 Millionen Dollar bei. Weltweit sind mittlerweile über 300 Megawatt an Elektrolyseur-Kapazität auf sechs Kontinenten installiert, mehr als 74.000 GenDrive-Brennstoffzellensysteme laufen in über 280 Standorten – unter anderem bei Walmart, Amazon, Home Depot, BMW und BP. Die globale Verkaufspipeline umfasst nach Unternehmensangaben rund acht Milliarden Dollar.

Umstrukturierung und Schuldenabbau

Mit der Initiative „Project Quantum Leap" hat Plug Power intern umgebaut: Produktionsprozesse wurden optimiert, Standorte konsolidiert, Personal abgebaut und Preise angepasst. Eine jüngste Refinanzierung verschaffte dem Unternehmen zudem Zugang zu 368,5 Millionen Dollar an nicht gebundenem Kapital – genug, um die Geschäfte 2026 ohne neue Aktienemissionen zu finanzieren, so Wells-Fargo-Analyst Michael Blum.

Allerdings rechnet Plug für 2026 nur mit einem Umsatzwachstum von 13 Prozent, weniger als die Hälfte dessen, was die Wall Street erwartet hatte. Blum hob sein Kursziel zwar um 33 Prozent auf zwei Dollar an, mahnt aber zur Vorsicht: Positives EBITDA dürfte realistischer Ende 2027 erreicht werden – nicht wie angekündigt Ende 2026.

Neuer CEO mit kommerziellem Hintergrund

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Jose Luis Crespo ist kein Unbekannter bei Plug Power. Über ein Jahrzehnt war er im Wasserstoff- und Brennstoffzellensektor tätig, zuletzt als President und Chief Revenue Officer verantwortlich für die globale Vertriebsstrategie. Besonders seine Erfahrung im europäischen Markt gilt als Trumpf für die weitere Expansion.

Crespo übernimmt zu einem heiklen Zeitpunkt: Neben den ambitionierten Profitabilitätszielen – positives Betriebsergebnis Ende 2027, volle Rentabilität Ende 2028 – belasten auch rechtliche Auseinandersetzungen das Unternehmen.

Klage wegen Wertpapierbetrugs

Eine Sammelklage wirft Plug Power und Teilen des Managements Wertpapierbetrug vor. Kernvorwurf: falsche Aussagen über den Zugang zu Kreditmitteln des US-Energieministeriums und den Bau von Wasserstoffanlagen. Im November 2025 hatte Plug die Aktivitäten im Rahmen des Kreditprogramms ausgesetzt – der Aktienkurs brach daraufhin um 17 Prozent ein.

Das Unternehmen begründete den Schritt mit einer Umschichtung von Kapital, um stattdessen Stromrechte an einen US-Rechenzentrumsanbieter zu verkaufen. Die rechtlichen Folgen dieser Entscheidung bleiben abzuwarten.

Zwischen Umsatzrekord und Erwartungsdruck

Plug Power hat 2025 sein stärkstes Umsatzjahr hingelegt und verfügt über eine solide Kapitalbasis. Der neue CEO bringt kommerzielles Know-how mit, das globale Geschäft wächst. Doch die Herausforderung bleibt: Das Unternehmen muss seine eigenen Profitabilitätsziele einhalten, die Skeptiker überzeugen und gleichzeitig die laufende Klage managen. Der Nachweis, dass Wasserstofftechnologie nicht nur Potenzial, sondern auch Ertrag liefert, steht weiterhin aus.

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