Volkswagen prüft den Einstieg in die Militärfertigung – eine ungewöhnliche Wendung für den zivil geprägten Autobauer. Zeitgleich hat der Konzern vier Millionen Elektrofahrzeuge ausgeliefert und präsentiert erste Pläne für den vollelektrischen Golf 9. Die strategische Neuausrichtung zeigt, wie sich der Wolfsburger Konzern auf veränderte Marktbedingungen und geopolitische Verschiebungen einstellt.

Osnabrück könnte militärisch werden

Betriebsratsvorsitzende Daniela Cavallo signalisiert Offenheit für Rüstungsprojekte. Konkret steht die Produktion von Militärfahrzeugen am Standort Osnabrück zur Diskussion. Die Arbeitnehmervertretung begründet dies mit der Notwendigkeit, Europas Unabhängigkeit im Verteidigungsbereich zu stärken.

Für Volkswagen wäre dies ein Bruch mit der Tradition. Das Werk in Osnabrück könnte damit eine neue Perspektive abseits des klassischen Pkw-Baus erhalten. Die Prüfung läuft, konkrete Entscheidungen stehen noch aus.

E-Mobilität nimmt Fahrt auf

Die vierte Million vollelektrischer Fahrzeuge ist ausgeliefert – in nur zwölf Monaten. Für die erste Million benötigte der Konzern noch rund zehn Jahre. Der Modulare E-Antriebsbaukasten bildet seit 2019 die Basis für etwa drei Millionen dieser Fahrzeuge. Über 30 reine Elektromodelle umfasst das Portfolio mittlerweile, hinzu kommen vollelektrische Nutzfahrzeuge von Scania, MAN und Volkswagen Truck & Bus.

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Golf 9 kommt elektrisch nach Wolfsburg

In Wolfsburg wurde der Belegschaft erstmals die Silhouette des vollelektrischen Golf 9 gezeigt. Das Modell basiert auf der neuen SSP-Plattform, nutzt 800-Volt-Technologie und entsteht am Stammsitz. Die Software entwickelt Volkswagen gemeinsam mit dem US-Partner Rivian.

Um Kapazitäten für die Elektromodelle zu schaffen, wandert die Fertigung der Verbrenner-Golfs künftig nach Puebla in Mexiko. Parallel verlängert der Konzern den Lebenszyklus des Tiguan: Der Kompakt-SUV erhält 2028 und 2031 umfangreiche Produktaufwertungen und bleibt so bis mindestens 2035 in Europa verfügbar.

Die Doppelstrategie aus Elektrifizierung und Erhalt profitabler Verbrennermodelle soll dem Konzern Flexibilität sichern. Die mögliche Öffnung für Rüstungsprojekte zeigt zudem, wie sich traditionelle Automobilhersteller neuen Geschäftsfeldern nähern.

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