Plug Power steht plötzlich gleich an mehreren Fronten unter juristischem Druck. Mehrere Kanzleien haben diese Woche Sammelklagen gegen den Wasserstoff-Konzern angekündigt – und setzen damit genau dort an, wo Anleger ohnehin skeptisch sind: bei der Finanzierung und den Versprechen rund um das Wachstum.

Im Kern geht es um die Frage, ob Plug Power Investoren beim Thema US-Förderkredite ein zu optimistisches Bild gezeichnet hat.

Vorwürfe drehen sich um DOE-Kreditprogramm

Am 19. Februar 2026 meldete unter anderem Pomerantz LLP eine Wertpapier-Sammelklage vor dem US-Bezirksgericht für den Northern District of New York (Aktenzeichen 26-cv-00165). Betroffen sind Anleger, die zwischen dem 17. Januar 2025 und dem 13. November 2025 Plug-Power-Wertpapiere gekauft haben.

Weitere Kanzleien wie Levi & Korsinsky, Portnoy Law Firm sowie Bleichmar Fonti & Auld kündigten ebenfalls Class Actions an. Wer als „Lead Plaintiff“ auftreten will, muss den entsprechenden Antrag bis zum 3. April 2026 stellen.

Inhaltlich zielen die Klagen auf Aussagen zum Kreditprogramm des US-Energieministeriums (DOE). Laut den Beschwerden soll Plug Power
- die Wahrscheinlichkeit überzeichnet haben, dass Mittel aus dem DOE-Programm tatsächlich verfügbar werden,
- voraussichtlich nicht in der Lage gewesen sein, die nötigen Wasserstoff-Produktionsanlagen zu bauen, um die Finanzierung zu erhalten,
- und sich eher in Richtung kleinerer Projekte mit geringerem kommerziellem Potenzial bewegen.

Als Bezugspunkt nennen die Klagen eine Mitteilung aus November 2025: Plug Power hatte damals erklärt, Aktivitäten im Rahmen des DOE-Programms ausgesetzt zu haben, um Kapital „umzuschichten“ – unter anderem mit Blick auf eine Vereinbarung mit einem US-Rechenzentrumsentwickler.

Mehr Aktien – mehr Spielraum

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Die juristischen Schritte kommen nur wenige Tage nach einem wichtigen Aktionärsvotum. Bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 12. Februar 2026 stimmten die Aktionäre dafür, die Zahl der genehmigten Stammaktien von 1,5 auf 3,0 Milliarden zu erhöhen. Laut den im Quelltext genannten Angaben entfielen rund 90% der abgegebenen Stimmen auf „Ja“.

CEO Andy Marsh wertete das Ergebnis als finanziellen Spielraum, der zugleich einen Reverse Stock Split vermeide. Eine separate Vorlage, bestimmte Abstimmungsanforderungen an das Delaware-Recht anzupassen, lehnten die Aktionäre dagegen ab.

CEO-Wechsel im März

Parallel bereitet sich Plug Power auf einen Führungswechsel vor: Jose Luis Crespo soll Andy Marsh im März 2026 als CEO ablösen. Crespo ist derzeit Präsident und Chief Revenue Officer und soll laut Aussagen auf dem Aktionärstreffen auch den kommenden Earnings Call leiten.

Aktie bleibt nervös

An der Börse bleibt der Titel angeschlagen. Mit 1,62 € notiert die Aktie klar unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 2,30 € – ein Hinweis darauf, dass der kurzfristige Trend weiter unter Druck steht.

Konkrete Wegmarken sind nun gesetzt: Bis zum 3. April 2026 läuft die Frist für Lead-Plaintiff-Anträge, und im März steht der CEO-Wechsel an – zwei Termine, die den Nachrichtenfluss rund um Plug Power in den kommenden Wochen voraussichtlich prägen werden.

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