Tui Aktie: Insider greifen zu
Die Tui-Aktie schwächelt seit Wochen – doch ausgerechnet jetzt kaufen Top-Manager massiv zu. Ist das der Startschuss für eine Erholung oder nur ein Strohfeuer?
Nach dem 52-Wochen-Hoch bei 9,56 Euro Anfang Februar hat die Aktie des Reisekonzerns deutlich an Fahrt verloren. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier bei 8,40 Euro – ein Minus von über 12 Prozent gegenüber dem Jahreshoch. Belastung kam dabei auch von unerwarteter Seite: Die enttäuschenden Zahlen des Mitbewerbers Booking drückten heute zusätzlich auf die Stimmung im Reisesektor.
Vorstandschef investiert über 50.000 Euro
Knapp eine Woche nach Vorlage der Quartalszahlen am 10. Februar griffen gleich mehrere Führungskräfte bei den eigenen Aktien zu. CEO Sebastian Ebel und Vorstandsmitglied David Schelp, zuständig für Märkte und Airlines, erwarben Pakete im fünfstelligen Euro-Bereich – und das zu Kursen um 8,40 Euro. Die zeitliche Nähe zur Bilanzvorlage ist kein Zufall: Offenbar sieht das Management die aktuelle Kursdelle als Kaufgelegenheit.
Die operativen Zahlen geben ihnen durchaus recht. Das erste Quartal 2026 war das beste in der Firmengeschichte: Das bereinigte EBIT kletterte um 26,3 Millionen Euro auf 77,1 Millionen Euro. Besonders stark lief das Kreuzfahrtgeschäft mit einem Ergebnissprung von über 70 Prozent. Finanzvorstand Mathias Kiep betonte die Vorteile der vertikalen Integration, die trotz herausforderndem Umfeld für attraktive Margen sorge.
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Buchungszahlen bremsen die Euphorie
Dennoch blieb die Börse zunächst verhalten. Der Grund: Die Buchungen für den Sommer 2026 liegen zwei Prozent unter Vorjahr. Kein Drama, aber auch kein Grund für Jubelstürme. Tui hält dennoch an der Prognose fest und erwartet ein EBIT-Wachstum zwischen 7 und 10 Prozent für das Gesamtjahr.
Ein weiteres Signal an die Aktionäre: Erstmals seit Jahren soll wieder eine Dividende fließen. Der Vorschlag liegt bei 0,10 Euro je Aktie für 2025, künftig sollen 10 bis 20 Prozent des bereinigten Gewinns ausgeschüttet werden. Tui will sich damit wieder als Dividendenwert positionieren.
Die Insiderkäufe gelten an der Börse traditionell als starkes Signal – schließlich kennt niemand die Geschäftslage besser als die eigene Führungsriege. Dass die Zukäufe ausgerechnet nach dem Rekordquartal und inmitten makroökonomischer Unsicherheiten erfolgten, spricht für Überzeugung. Marktbeobachter achten nun darauf, ob die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 9,00 Euro erneut testen kann. Der Widerstand dort hat sich zuletzt als hartnäckig erwiesen – doch mit den Managern im Rücken könnte ein erneuter Anlauf gelingen.
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