Plug Power bewirbt sich mit bis zu 250 Megawatt wasserstoffbasierter Stromerzeugung bei einer Notfallauktion des US-Netzbetreibers PJM Interconnection — dem größten Stromnetz der Vereinigten Staaten. Der Hintergrund: Steigende Nachfrage durch KI-Rechenzentren hat PJM in akute Kapazitätsnöte getrieben, woraufhin die Trump-Administration eine Sonderauktion angestoßen hat. Für Plug Power wäre ein Zuschlag mehr als ein Auftrag — es wäre der Beweis, dass Wasserstoff als steuerbarer Energieträger im Netzmaßstab funktioniert.

Strategie auf zwei Fronten

Parallel zur PJM-Bewerbung ist das Management dieser Woche auf Investorentour. CEO Jose Luis Crespo trat am 17. März auf der J.P. Morgan Industrials Conference in Washington auf, während CFO Paul Middleton in London, Stockholm und Paris — organisiert von Redburn Atlantic und Rothschild & Co. — institutionelle Investoren trifft. Das gleichzeitige Auftreten auf beiden Seiten des Atlantiks unterstreicht, wie wichtig es dem Unternehmen gerade ist, die Investorenbasis zu verbreitern.

Für das PJM-Projekt benötigt Plug Power Verträge mit einer Mindestlaufzeit von sieben Jahren. Gespräche mit Hyperscalern, Rechenzentrumsbetreibern und Versorgungsunternehmen laufen bereits.

Operative Fortschritte — und offene Rechnungen

Die strategischen Ambitionen stützen sich auf die bislang stärksten Finanzzahlen seit Jahren. Der Gesamtumsatz 2025 stieg um 12,9 Prozent auf rund 710 Millionen US-Dollar. Im vierten Quartal erzielte Plug Power erstmals seit langer Zeit einen positiven Bruttogewinn von 5,5 Millionen Dollar — nach einer Bruttomarge von minus 122,5 Prozent im Vorjahresquartal. Das interne Restrukturierungsprogramm „Project Quantum Leap" mit Stellenabbau, Standortkonsolidierungen und Preisanpassungen zeigt damit erste messbare Wirkung.

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Die GenEco-Elektrolyseur-Sparte lieferte 2025 Rekordumsätze von 187 Millionen Dollar und verfügt über eine globale Vertriebspipeline von rund 8 Milliarden Dollar. Über 300 Megawatt sind mittlerweile auf sechs Kontinenten im Einsatz.

Auf der Liquiditätsseite verschaffte der Verkauf des New Yorker Gateway-Standorts an Stream Data Centers für 132,5 Millionen Dollar zusätzlichen Spielraum. Zum Jahresende 2025 verfügte Plug Power über 368,5 Millionen Dollar an freier Liquidität.

Profitabilität bleibt das entscheidende Versprechen

Das Management hat eine klare Roadmap kommuniziert: positives EBITDAS bis Ende 2026, positives operatives Ergebnis bis Ende 2027, vollständige Profitabilität bis Ende 2028. Ähnliche Ziele wurden allerdings schon wiederholt verschoben — das angehäufte Defizit beläuft sich auf 8,2 Milliarden Dollar, laufende Klagen belasten das Bild zusätzlich.

Ob das PJM-Projekt tatsächlich zum Abschluss kommt, ist offen. Scheitert die Auktion oder verzögert sich der Prozess, bleibt wenig Puffer für weitere Rückschläge. Die Zahlen des ersten Halbjahres 2026 werden zeigen, ob der operative Turnaround trägt — oder ob es sich erneut um eine aufgeschobene Wende handelt.

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